Zum Hauptinhalt springen

Strafe Gottes für die «Sex- und Drogenorgie»

Während sich die deutschen Medien fragen, was die Katastrophe von Duisburg für die Technokultur bedeutet, weiss Eva Herman bereits die Antwort: Gott habe die Raver für ihre verluderten Sitten bestraft, sagt sie.

Die ehemalige Nachrichtensprecherin Eva Hermann deutet die Ereignisse von Duisburg als «Strafe Gottes».
Die ehemalige Nachrichtensprecherin Eva Hermann deutet die Ereignisse von Duisburg als «Strafe Gottes».

Als sich 1989 erstmals ein paar Freaks in Berlin um einen VW-Bus mit Soundsystem versammelten und unter dem Motto «Friede Freude Eierkuchen» tanzend in ihre Trillerpfeifen bliesen, ahnte wohl niemand, dass sich die Loveparade, zunächst noch als politische Demonstration deklariert, innert weniger Jahre zur Millionenparty entwickeln würde. Woran jedoch niemand zweifelte war, dass die Loveparade mit Politik etwa so viel zu tun hatte, wie Disneyland. Man zelebrierte sich selbst, den Hedonismus und die Konsumfreude der Partykultur. 2001 wurde das offiziell: Die Loveparade fand nicht mehr als politische Demonstration statt, was bedeutete, dass die Veranstalter nun selber für Sicherheit und Reinigung sorgen mussten, die Parade also durchgehend kommerzialisiert wurde. Für viele war das der Anfang vom Ende, dennoch pilgerte die grosse Masse weiter alljährlich zu der Tanzveranstaltung, die bis vergangenen Samstag von gravierenderen Zwischenfällen verschont blieb.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.