«Suu Kyi ist eine Magd des Genozids»

Aus Protest gegen Mynamars De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi hat Bob Geldof einen Preis der Stadt Dublin zurückgegeben.

Brachte den Ehrenpreis in die Stadthalle Dublin zurück: Bob Geldof. (13.November 2017)

Brachte den Ehrenpreis in die Stadthalle Dublin zurück: Bob Geldof. (13.November 2017) Bild: Reuters

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Der irische Rocksänger Bob Geldof hat einen Ehrenpreis der Stadt Dublin aus Protest gegen Mynamars De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi zurückgegeben. Dass sie die Auszeichnung ebenfalls erhalten habe und so mit der Stadt in Beziehung stehe, müsse alle Menschen in Dublin beschämen, sagte er in einer Mitteilung. Er brachte den Preis am Montagmorgen in die Stadthalle zurück. Zugleich bezeichnete er sich als «stolzer Dubliner» .

Der Gründer von Live Aid nannte Suu Kyi eine «Magd des Genozids». Die Friedensnobelpreisträgerin steht international in Kritik, weil Gewalt und Verfolgung Hunderttausende Menschen der muslimischen Minderheit der Rohingya dazu gebracht haben, aus Burma zu fliehen. Die Vereinten Nationen sprechen von «ethnischer Säuberung».

Suu Kyi hat die internationale Gemeinschaft angesichts der Krise zu Geduld aufgerufen und erklärt, die fliehenden Rohingya seien zum Teil für die Unruhen verantwortlich. Das buddhistisch geprägte Burma sieht in der Volksgruppe eine fremde Einwanderergruppe. (kpn/dapd)

Erstellt: 13.11.2017, 13:08 Uhr

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