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Ukraine gefeiert, Buhrufe für Russland

Die ersten zehn Finalisten für den diesjährigen Eurovision Song Contest wurden in Kopenhagen ermittelt. Dabei gab es auch politische Zwischentöne. Die Schweiz tritt am Donnerstag an.

Stehen trotz Buhrufen im Final: Die russischen Zwillinge Anastasia und Maria Tolmachevy während des Halbfinals in Kopenhagen. (6. Mai 2014)
Stehen trotz Buhrufen im Final: Die russischen Zwillinge Anastasia und Maria Tolmachevy während des Halbfinals in Kopenhagen. (6. Mai 2014)
AFP
Wird immer wieder nach der Situation in ihrer Heimat gefragt: Die ukrainische Sängerin Mariya Yaremchuk schafft es auch in die Hauptshow.
Wird immer wieder nach der Situation in ihrer Heimat gefragt: Die ukrainische Sängerin Mariya Yaremchuk schafft es auch in die Hauptshow.
Keystone
Unauffälliges Statement? Mariya Yaremchuk auf dem roten Teppich in Kopenhagen.
Unauffälliges Statement? Mariya Yaremchuk auf dem roten Teppich in Kopenhagen.
Keystone
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Triumph für Ralph Siegel: Der deutsche Altmeister des Eurovision Song Contest verhalf San Marino am Dienstagabend in Kopenhagen mit seiner Komposition zum ersten Finaleinzug bei dem Musikwettbewerb.

Im dritten Versuch in Folge schaffte es der 68-jährige Siegel mit Sängerin Valentina Monetta mit San Marino mal wieder in ein ESC-Finale. Siegel setzte sich dafür zur Begleitung des Lieds «Maybe» auch selbst ans Klavier. San Marino schaffte es damit im fünften Anlauf zum ersten Mal in ein ESC-Finale.

In dem eher gediegenen ersten Halbfinale setzten sich auch die bei den Buchmachern hoch gehandelten Starter aus Armenien, Schweden und der Ukraine durch. Die sechs weiteren am Dienstagabend qualifizierten Länder sind Montenegro, Ungarn, Aserbeidschan, die Niederlande, Island und Russland.

Ukrainerin gefeiert

Bei Bekanntgabe des Erfolgs der russischen Starterinnen, den Tolmachevy-Zwillingen, gab es in der Halle in Kopenhagen laute Buhrufe. Dies dürfte allerdings an der Politik liegen – die beiden jungen Damen sangen zwar nicht mitreissend, aber auch nicht entscheidend schlechter als andere. Die Starterin der Ukraine wurde dagegen in der Halle gefeiert.

Der bei den Buchmachern bislang als Favorit geltende Sänger Aram MP3 aus Armenien eröffnete das Rennen ebenfalls mit einer Ballade. Auch die zu den Mitfavoriten zählende Sanna Nielsen aus Schweden sang ein eher ruhiges Lied. Lediglich Island brachte von den ins Finale eingezogenen Startern ein bisschen Farbe in den auch für schrille Starter bekannten Wettbewerb.

Schweizer Beitrag am Donnerstag

Weitere zehn Finalisten werden am Donnerstagabend im zweiten Halbfinale mit dann fünfzehn Startern ausgewählt. Darunter ist auch der Schweizer Kandidat, der Tessiner Sebastian Paù-Lessi alias Sebalter. Er muss mit seinem Pfeif- und Geigen-Song «Hunter of Stars» fünf Konkurrenten aus dem Rennen werfen, um im Final am Samstag mitmischen zu dürfen. Die Buchmacher prophezeien ihm aber wenig Chancen.

In den letzten sieben Jahren schaffte es nur Anna Rossinelli mit «In Love for a While» (2011) in den Final. Sie beendete ihn auf dem letzten Rang.

Für das Finale am Samstag gesetzt sind Gastgeber Dänemark sowie die fünf grossen Geldgeber des ESC, Grossbritannien, Frankreich, Spanien, Italien und Deutschland. Im vergangenen Jahr gewann die Dänin Emmelie de Forest mit ihrem Lied «Only teardrops» den Wettbewerb, weshalb ihr Heimatland nun Gastgeber des 59. Eurovision Song Contest ist.

Hier können Sie den kompletten ersten ESC-Halbfinal aus Kopenhagen nochmals anschauen.

SDA/chk

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