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Unhappy

Vierzehn Jahre Arbeit enden im Affekt: Unter dem Eindruck der amerikanischen Rassenunruhen veröffentlicht D’Angelo nach langem Schweigen neue Songs. Sie sind brillant und brandschwarz.

Die Musik auf D’Angelos «Black Messiah» ist grandios inszeniert, aber auch grandios finster. Foto: Mary Ellen Matthews
Die Musik auf D’Angelos «Black Messiah» ist grandios inszeniert, aber auch grandios finster. Foto: Mary Ellen Matthews

Als D’Angelo letztmals ein Album ver­öffentlichte, war Bill Clinton Präsident der USA. 911 war die Notrufnummer und noch keine Chiffre für Terror. Die Kriege in Afghanistan und im Irak lagen in der Zukunft, und kaum jemand hielt es für möglich, dass die Amerikaner schon in ein paar Jahren einen schwarzen Präsidenten wählen würden. «Voodoo» erschien am 25. Januar 2000 in eine Welt, an die man sich fast nicht mehr erinnern kann. Es war D’Angelos zweite Platte und ein Schlüsselwerk dessen, was man Nu Soul nannte, eine futuristisch geschnittene Mischung aus Rap, Soul und Funk.

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