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Wie Drogen in deinen Ohren

Janelle Monáe berauscht sich am eigenen Talent. Morgen spielt die Ausnahmemusikerin am Montreux Jazz Festival.

Janelle Monáe in Action: Die Live-Performances der Künstlerin sind legendär. (5. Juli 2012, Roskilde, Dänemark)
Janelle Monáe in Action: Die Live-Performances der Künstlerin sind legendär. (5. Juli 2012, Roskilde, Dänemark)
Keystone
Monáe tritt ausschliesslich im massgeschneiderten Smoking mit Fliege auf – als Hommage auf ihre Herkunft aus der Arbeiterklasse. (8. Februar 2012, New York)
Monáe tritt ausschliesslich im massgeschneiderten Smoking mit Fliege auf – als Hommage auf ihre Herkunft aus der Arbeiterklasse. (8. Februar 2012, New York)
Reuters
Von Outkast entdeckt, von P. Diddy gefördert: Janelle Monáe, an den diesjährigen MTV Movie Awards. (3. Juni 2012, Los Angeles)
Von Outkast entdeckt, von P. Diddy gefördert: Janelle Monáe, an den diesjährigen MTV Movie Awards. (3. Juni 2012, Los Angeles)
Keystone
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Es gibt Künstler, die bringen Kritiker in Verlegenheit, weil sie einfach zu gut sind und ihrem Talent nur mit Superlativen beizukommen ist. Denn der Kritiker gibt gewöhnlich viel auf sein Differenzierungsvermögen, und jemanden gut zu finden, den alle anderen auch gut finden, ist leicht beschämend. Aber weil sich der Kritiker auch heimlich danach sehnt, vor wahrem Talent auf die Knie zu fallen, freut er sich auch. Janelle Monáe ist eine solche Künstlerin. Zu all dem Aussergewöhnlichen, das die Musikerin verkörpert, gehört auch die Selbstverständlichkeit, mit der die selbst ernannte «High Funkstress» das Lob der Weltpresse für ihr Debütalbum «The Archandroid» entgegennahm. Ein Album, das vor zwei Jahren in der Musikszene explodierte wie eine Supernova. «Genial», «sensationell», «nie dagewesen», jubelten die Musikkritiker und liessen Referenzgrössen wie Stevie Wonder, Prince, George Clinton, James Brown aufmarschieren. Sie habe «mehr Stil als alle Popstars zusammen», schrieb die FAS, sei der «neue Superstar, des amerikanischen Pop» («Spiegel»). Und «Vogue» staunte: «Niemand, wirklich niemand in der Popwelt sieht auch nur annähernd so aus wie sie.»

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