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Yes, they can

Ende 2016 erschien «Blue & Lonesome», die neue Platte der Rolling Stones. Sie ehrt die elektrischen Bluesmänner von Chicago. Unnötig, aber herzlich.

Haben immer noch den Blues: Mick Jagger (vorne) und die Rolling Stones bei ihrem Konzert im Oktober am Desert Trip Festival in Indio, Kalifornien.
Haben immer noch den Blues: Mick Jagger (vorne) und die Rolling Stones bei ihrem Konzert im Oktober am Desert Trip Festival in Indio, Kalifornien.
Keystone
Der Blues-Sänger Howlin' Wolf performt in der TV Show «Shindig» während die Band «The Rolling Stones» und Darlene Love im Hintergrund zusehen.
Der Blues-Sänger Howlin' Wolf performt in der TV Show «Shindig» während die Band «The Rolling Stones» und Darlene Love im Hintergrund zusehen.
Getty Images
Endet alles mit dem Urknall? 2007 stand die Band auf ihrer A-Bigger-Bang-Tournee zum letzten Mal gemeinsam auf der Bühne.
Endet alles mit dem Urknall? 2007 stand die Band auf ihrer A-Bigger-Bang-Tournee zum letzten Mal gemeinsam auf der Bühne.
Jessica Rinaldi, Reuters
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Beschwörend besingt er sein Traurigsein und Einsamsein, Mick Jagger auf «Blue and Lonesome», dem Titelstück der neuen Stones Platte, einer obskuren B-Seite von 1959. Little Walter hatte das Stück gesungen, der Mundharmonikaspieler mit der eindringlichen Stimme, der sich im Schlechtfühlen auskannte. Walter starb mit 38 Jahren an den Spätfolgen der Schlägereien, auf die er sich eingelassen hatte. Die Stones geben das Stück mit grosser Schwere, Jaggers Spiel auf der Harp, sein unmanierierter Gesang kommt ohne den Hauch von Ironie aus. Die Rolling Stones nehmen es locker, sie meinen es ernst.

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