Valerie Steinmann ist tot

Die vielseitige Schweizer Schauspielerin Valerie Steinmann ist knapp 90-jährig gestorben. Sie spielte noch unter Bertolt Brecht - sowie in «Eurocops».

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Valerie Steinmann stand über 60 Jahre lang auf der Bühne und war ausserdem eine der letzten Schauspielerinnen der «alten Garde» des Schweizer Films. In dessen Blütezeit in den 1960er-Jahren stand sie unter anderen neben Ruedi Walter, Margrit Rainer, Inigo Gallo, Paul Bühlmann, Zarli Carigiet und Schaggi Streuli vor der Kamera, so in den Filmen «De Grotzepuur» und «Es Dach überem Chopf».

Steinmann spielte schon als Teenager am Zürcher Schauspielhaus, beispielsweise 1934 die Louison in Molières «Der eingebildete Kranke». 1948 spielte sie die Botin in Bertolt Brechts Churer «Antigone»-Projekt. Eine Einladung des berühmten Dramatikers in sein Ostberliner Ensemble schlug sie aber aus.

Neben dem ernsten Theater wirkte Steinmann auch in Boulevardkomödien und Musicals mit – unter anderem klopfte sie als Frau Baumann in drei Inszenierungen von «Die kleine Niederdorfoper» Teppiche. Dazu kamen Rollen in Hörspielen und fast 30 Jahre Mitwirkung in der Zürcher Märchenbühne. Auch in TV-Serien wie «Eurocops» war sie in kleineren Rollen zu sehen.

Valerie Steinmann heiratete 1951 den Schauspieler, Kabarettisten und späteren TV-Journalisten Megge Lehmann. Sie starb an ihrem Wohnort Küsnacht am Zürichsee im Pflegeheim am 28. November 2011, kurz vor ihrem neunzigsten Geburtstag. (sda)

Erstellt: 30.11.2011, 13:54 Uhr

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