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Also entstand der Grössenwahn

Friedrich Nietzsche, der brillanteste aller Wagner-Kritiker, lebte in Sils-Maria. Das Künstlerkollektiv 400asa unternahm eine theatralische Busfahrt dorthin.

Irgendwo hier sind der Geist Nietzsches und die Gruppe 400asa unterwegs.
Irgendwo hier sind der Geist Nietzsches und die Gruppe 400asa unterwegs.
Jules Spinatsch
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Keinen Honig um den Schnauzbart bitte: Nietzsches Ideen in ihrer Radikalität passen nicht zur Demokratie, am wenigsten zu unserer direkten. Und wir, die wir ja gut leben mit und von dieser Demokratie, haben entsprechend wenig Lust auf Nietzsche, den brillanten Querulanten, und seine letztlich totalitäre Forderung, die Kunst allen anderen Gesellschaftsbereichen voranzustellen. Vielleicht fürchten wir uns sogar ein bisschen. Denn wer konsequent mitzieht mit diesem Propheten der ästhetischen Diktatur, endet zwar nicht als Nazi, aber als Gabriele D’Annunzio oder als Ernst Jünger. So was will hierzulande verständlicher- und vernünftigerweise kaum einer.

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