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Aufwecken, wach halten, widerstehen

Die einen feiern ihn als Regiestar, die anderen beschimpfen ihn als Theaterfolterer: Stephan Kimmig zeigt am Freitag mit Schillers «Jungfrau von Orleans» seine erste Arbeit in Zürich.

Von Alexandra Kedves
«Das hier hat was von Berlin, oder nein, New York!»: Stephan Kimmig im Pfauen. Foto: Thomas Egli
«Das hier hat was von Berlin, oder nein, New York!»: Stephan Kimmig im Pfauen. Foto: Thomas Egli

Als er in seiner Tasche nach dem Handy kramt, fällt plötzlich alles heraus: der Tischtennisschläger («Tischtennis ist meine grosse Leidenschaft»), die Trainingsjacke, eine Ausgabe von John Bergers Buch «Mit Hoffnung zwischen den Zähnen». Und man weiss sofort, dass ­Stephan Kimmig diese «Berichte von Überleben und Widerstand» Wort für Wort gelesen hat. Sie verinnerlicht hat. Dass er selbst kämpft – hinter der Tischtennisplatte ebenso wie hinter der Bühne. Dabei scheint er die Ruhe selbst zu sein: Mit Bedacht klamüsert er seine Gedanken auseinander wie den Tascheninhalt; hakt man nach, lacht er entwaffnend in einem tiefen Bass.

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