Zum Hauptinhalt springen

«Carmen»-Choreograph in Genf gestorben

Roland Petit verstarb heute im Alter von 87-Jahren in Genf. Der französische Choreograph feierte seine grössten Erfolge im Pariser Ballet des Champs-Elysées.

Erst Tänzer, dann Choreograph: Roland Petit 1958 in Paris (rechts) und auf einer Aufnahme aus dem Jahr 2007 in Genf.
Erst Tänzer, dann Choreograph: Roland Petit 1958 in Paris (rechts) und auf einer Aufnahme aus dem Jahr 2007 in Genf.
Keystone

Der berühmte französische Choreograph Roland Petit ist tot. Er starb heute 87-jährig in Genf, wie die Pariser Oper der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Petit, der um die 100 Choreographien kreierte, lebte seit 1997 mit seiner Muse Zizi Jeanmaire in Genf.

Roland Petit wurde am 13. Januar 1924 in der Nähe von Paris geboren. Nach seiner Ausbildung bei Serge Lifar an der Oper Paris, wo in der Zeit auch Maurice Béjart tanzte, übernahm er 1945 zunächst die Leitung des Ballet des Champs-Elysées. 1948 gründete er seine eigene Compagnie, Les Ballets de Paris.

Choreographien auch für Tanzfilme

Aus dieser Zeit stammt seine bekannteste Choreografie «Carmen» mit Renée (Zizi) Jeanmaire im Titelpart, die 1954 seine Ehefrau wurde. In den 1950er Jahren ging das Paar nach Hollywood, wo Petit Tanzfilme wie «Daddy Longbein» mit Fred Astaire und Leslie Caron choreografierte; Caron hatten Petit und Zizi schon in der Ballettschule kennengelernt.

Zurück in Paris formierte Roland Petit 1955 seine Compagnie neu und wurde danach Ballett-Intendant an der Pariser Oper. Anfang der 1970er Jahre gründete er das Ballet national de Marseille, das er bis 1997 leitete. Die Truppe präsentierte mehr als 50 Choreografien, unter anderem mit Rudolf Nurejew, Margot Fonteyn und Maïa Plissetskaïa als Solisten.

SDA/mrs

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch