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Da wächst alles über sich hinaus

Heike M. Goetze zeigt im Theater Neumarkt «Nora» von Ibsen als düsteres, übergrosses Graffito. Sehr toll!

Als Nora verheddert sich Lucy Wirth in Selbstgestricktem und Verlogenem. Foto: Caspar Urban Weber
Als Nora verheddert sich Lucy Wirth in Selbstgestricktem und Verlogenem. Foto: Caspar Urban Weber

Elf Kilometer Seil knäueln sich über den ganzen Raum, gefärbt und verstrickt zu einer phantasmagorischen Berg- und Flusslandschaft. Im Theater Neumarkt besteht die Bühnenwelt fürs «Puppenhaus» von Henrik Ibsen aus einer sich schier organisch schlängelnden Installation aus Schals für Titanen in Nachtblau und Taubenblau, Türkis und Teichgrün; im Fond wird die wuchernde Wolle durch ein riesiges, schwarzweisses Videogitter ausgebremst (Bühne: Simeon Meier; Video: Severin Kuhn). Aus diesem ungemütlichen Daheim gibts kein Entrinnen für die Titelheldin Nora, deren Hände von imaginären Handschellen auf den Rücken gefesselt werden.

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