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Das Gefühl für die Schauspieler fehlt

Das designierte Leitungsduo des Schauspielhauses Zürich arbeitet zurzeit noch in München. Wie kommen Benjamin von Blomberg und Nicolas Stemann dort an?

Egberth Tholl
Bald in Zürich: Benjamin von Blomberg (links) und Nicolas Stemann.
Bald in Zürich: Benjamin von Blomberg (links) und Nicolas Stemann.

Am 19. November 2016 gab Benjamin von Blomberg der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» ein Interview. Er ist, bis er 2019 als Co-Intendant neben Nicolas Stemann das Schauspielhaus Zürich übernehmen wird, der Chefdramaturg der Münchner Kammerspiele. Zum Zeitpunkt des Interviews hatte gerade die zweite Spielzeit der Intendanz von Matthias Lilienthal begonnen, und an den Kammerspielen ging es wild zu und her: 18 Prozent der Abonnenten hatten gekündigt, Aufführungen blieben halb leer, das Publikum zog es in die anderen Münchner Häuser, die Erfolgsauslastungen meldeten. Viele der Inszenierungen unter Lilienthal lösten Unmut aus: Man sprach von «Pipifax-Theater». Und schliesslich liefen Lilienthal die Schauspieler aus dem ohnehin nicht sehr grossen Ensemble davon. Nicht jede Kündigung erregte Aufsehen, eine aber sehr, die von Brigitte Hobmeier, als bayerisches Theatertier in München geliebt und als Filmschauspielerin bekannt.

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