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Der Mond ist die Weltkugel und Zürich eine Puppenstube

Der Kultregisseur René Pollesch ist wieder in der Stadt und mit ihm seine «Fahrenden Frauen». Ein glänzender Abend über das Theaterspielen. Schwierige Kost – aber ganz unbeschwert.

Kaum zu glauben: Unter unter dem Affenkostüm verbirgt sich Lilith Stangenberg (hier mit Carolin Conrad und Franz Beil).
Kaum zu glauben: Unter unter dem Affenkostüm verbirgt sich Lilith Stangenberg (hier mit Carolin Conrad und Franz Beil).
Matthias Horn

Das Premierenpublikum im Pfauen ist jünger als sonst und studentischer und bringt nach der Vorstellung nur simple Wohlfühlbekundungen heraus wie «War super», «Schon geil», «Hast du alles verstanden?», «Nö, aber einiges, genial». Es schrumpft da die Beredsamkeit von Zürichs Intelligenz quasi auf primatenhafte Grunzlaute zusammen, nicht viel anders als jene des Überaffen King Kong, der mit seiner Anwesenheit eben noch schnell das Finale von René Polleschs «Fahrenden Frauen» beehrt und die armen Schauspieler durch Zürich gehetzt hat.

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