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Der Nachwuchs serviert sich als Leckerbissen

«New Creations», der neue Ballettabend im Opernhaus, ist ein Festtagsschmaus mit vielfältigen Gängen.

Melancholischer Spaziergang: Choreografie «Passing By» von Eva Dewaele. Foto: Judith Schlosser
Melancholischer Spaziergang: Choreografie «Passing By» von Eva Dewaele. Foto: Judith Schlosser

Fünf Gänge gehören zu einem Abend­essen im edlen Restaurant, und fünf ganz unterschiedliche Ballettstücke präsentiert das Opernhaus zum neuen Ballettabend «New Creations». Das verspricht Kurzweil auf hohem Niveau – und ganz bestimmt mehr Leichtigkeit als der Fünfgänger im Restaurant.

Dazu kommt eine Prise Spannung, denn drei der fünf Stücke sind Uraufführungen. Frische Zutaten gehören natürlich ebenfalls zum Menü: Es tanzt das Juniorballett, 13 blutjunge Tänzerinnen und Tänzer aus aller Welt, die in Zürich ihr erstes festes Engagement gefunden haben. Technisch steht der Nachwuchs den erfahrenen Mitgliedern des «grossen Ensembles» kaum nach, und wo die Erfahrung im emotionalen Ausdruck noch fehlt, schaffen sich dafür jugendliche Neugierde und Eifer Platz. Tatsächlich ist die Energie, die an der Premiere vom Mittwoch auf der Bühne knistert, bis ins Publikum zu spüren: Selten wird in den Ballettvorstellungen so gejubelt wie am Ende dieses gut 100 Minuten dauernden Abends.

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