Zum Hauptinhalt springen

Der Nerver ist zurück

Satiriker Andreas Thiel führte in Zürich sein neues Programm auf, das erste nach der Korankontroverse. Das Highlight des Abends? Seine Mutter.

Von Linus Schöpfer
Andreas Thiel will der Satire auf der Bühne alle Freiheiten lassen. Foto: Christian Lanz
Andreas Thiel will der Satire auf der Bühne alle Freiheiten lassen. Foto: Christian Lanz

Zwei knappe Sätze, und die Richtung des Abends scheint klar. Satz eins, gleich nach dem Hallo: «Sind Terroristen im Raum?» Mancher schluckt da wohl zum ersten Mal leer. Satz zwei: «Wenn keiner lacht, kümmert das einen Satiriker nicht.» Das ist hier im Theater am Hechtplatz also zu erwarten: eine knallharte Unterweisung in Satire ohne Anrecht auf Pointen und ohne Aussicht auf Lacher. Andreas Thiel lehnt sich ans Tischchen – der Kamm neuerdings regenbogenfarbig, in der Hand das Champagnerglas – und macht grinsend klar, dass er die Morddrohungen humoristisch zu verwenden gedenkt. Satire im Modus Attacke, no pasaran. Vermutlich hat die Polizei auch an diesem Abend wieder ihre Vorkehrungen getroffen, so wie immer in den letzten Monaten bei Thiels Vorstellungen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen