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«Die Menschen sind als Krieger unterwegs»

Der Theatermacher Milo Rau bringt am Zürcher Theater Spektakel «The Civil Wars» zur Uraufführung. Das Stück geht der Frage nach, weshalb sich westlich sozialisierte Menschen als Jihadisten verpflichten lassen.

«Es geht um Migration, Extremismus und heisslaufenden Neoliberalismus»: Theatermacher Milo Rau. Foto: Gaëtan Bally (Keystone)
«Es geht um Migration, Extremismus und heisslaufenden Neoliberalismus»: Theatermacher Milo Rau. Foto: Gaëtan Bally (Keystone)

Ein Kammerspiel mit Bach-Untermalung und Schauspieler-Quartett, mit Tschechow-Szenen und Seelen-Erforschung: Ist das noch Milo Rau? Also eine Arbeit des Theaterrealisten, der «Breiviks Erklärung» im Wortlaut auf die Bühne brachte, die «Moskauer Prozesse» rund um die Künstlerfreiheit noch einmal aufrollte, «Die letzten Tage der Ceausescus» in einem Reenactment ihres Schauprozesses nachstellte? Diesmal startete Rau mit einer Salafismus-Recherche in Belgien – und landete auf der Psychocouch. Aber auch bei der grossen Europakritik.

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