Zum Hauptinhalt springen

Direktor des Berner Stadttheaters verliert Alleinherschaft

An seiner Krisensitzung hat der Verwaltungsrat der Theatergenossenschaft Bern beschlossen, Direktor Marc Adam teilweise zu entmachten.

Darf wichtige Entscheide nicht mehr alleine fällen: Stadttheater-Intendant Marc Adam.
Darf wichtige Entscheide nicht mehr alleine fällen: Stadttheater-Intendant Marc Adam.
Adriana Bella

Die dreiköpfige Geschäftsleitung, bestehend aus dem Technischen Direktor Gino Fornasa, dem Kaufmännischen Direktor Anton Stocker und dem Intendanten Marc Adam, entscheidet zukünftig nach dem Mehrheitsprinzip. Bisher hatte der Intendant Marc Adam allein die Verfügungsgewalt. Wie der Verwaltungsrat mitteilt, seien die so getroffenen Entscheide für alle Mitglieder der Geschäftsleitung verbindlich. Die drei Mitglieder der Geschäftsleitung hätten dem neuen Modell einstimmig zugestimmt und freuten sich auf die Zusammenarbeit.

Durch die breitere Abstützung der Entscheidfindung im operativen Geschäft erhofft sich der Verwaltungsrat eine Beruhigung der Situation am Stadttheater. Mit der neuen Lösung sollen auch das Image besser werden und die Zuschauerzahlen steigen.

Zoff wegen Sparauflage

Weil Adam bisher alleine entschieden hatte, war in der Sparte Schauspiel der Vorwurf laut geworden, Adam bevorzuge bei der Budget-Verteilung seine eigene Sparte, das Musiktheater. In der Sparte Schauspiel war deshalb der Vorwurf laut geworden, Adam bevorzuge bei der Budget-Verteilung seine eigene Sparte, das Musiktheater. Nachdem dem Schauspieldirektor Erich Sidler von Adam eine Sparauflage von 100'000 Franken aufgebrummt worden war, hatte er letzten Donnerstag seinen Abschied bekannt gegeben.

Es war bereits das zweite Jahr in Folge, dass Adam dem Schauspiel das Budget massiv kürzen wollte, während seine eigene Sparte kaum kürzer treten musste: Vergangene Saison hatte er sogar Einsparungen von 140'000 Franken verfügt, aber der Verwaltungsrat senkte den Betrag auf Bitte Sidlers auf 40'000.

Um solche - echten oder vermeintlichen - Ungerechtigkeiten künftig zu vermeiden, entscheidet die dreiköpfige Geschäftsleitung, bestehend aus dem Technischen Direktor Gino Fornasa, dem Kaufmännischen Direktor Anton Stocker und dem Intendanten Marc Adam nach dem Mehrheitsprinzip, teilte der Verwaltungsrat am Donnerstag mit.

Imagepflege

Durch diese breitere Abstützung der Entscheidfindung in allen dispositionellen, organisatorischen, personellen und finanziellen Fragen erhofft sich der Verwaltungsrat eine Beruhigung der Situation am Stadttheater. Das soll das Image verbessern und wieder bessere Zuschauerzahlen generieren, teilte der Verwaltungsrat mit.

SDA/js

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch