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Doppelte Wutrede gegen Europa und Moldau

Eine Performerin, zwei wilde Monologe aus Chisinau: Die Eröffnung des Wettbewerbs am Secondo-Festival im Zürcher Miller’s war eine Wucht.

Verflucht ihre alte und ihre neue Heimat: Marina Frenk (vorne) in «Fuck You, Eu.Ro.Pa! / Fuck You, Moldova». Foto: Ute Langkafel
Verflucht ihre alte und ihre neue Heimat: Marina Frenk (vorne) in «Fuck You, Eu.Ro.Pa! / Fuck You, Moldova». Foto: Ute Langkafel

Nicoleta Esinencu war elf Jahre alt, als die Buchstaben plötzlich böse wurden. Die kyrillische Schrift landete auf dem Müllhaufen der Geschichte, die Moldauische Sozialistische Sowjetrepublik auch, Nicoletas kommunistische Oma krakeelte, und die neue Hoffnung hiess EU. Doch davon war 2005, als die mittlerweile 27-jährige Chisinauerin ihren wütenden rumänischen Monolog «Fuck You, Eu.Ro.Pa!» schrieb, nicht mehr viel zu spüren. Esinencu verflucht in dem preisgekrönten Festivalhit, wie sich alles in Markt verwandelte und die Heimat in einen Sozialfall.

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