Zum Hauptinhalt springen

Eine Story zum Steinerweichen

Da weiss man wieder einmal, was Theater kann: Die im Pfauen gezeigte «Medea» hat maximalen Beifall verdient.

Die «Wahnsinnsschauspielerin» Nina Hoss als Medea in ihrem Guckkasten im Guckkasten.
Die «Wahnsinnsschauspielerin» Nina Hoss als Medea in ihrem Guckkasten im Guckkasten.
Matthias Horn/Schauspielhaus Zürich

«Ach.» So viel schreiendes Weh in einem hingespuckten Seufzer! Da steht die alte Amme starr im Dunkel, die Stimme hart, die Story zum Steinerweichen: Aus Liebe zu Jason hat Medea ihre Heimat verlassen, hat ihren Vater, den König von Kolchis, betrogen, hat ihren Bruder und auch den König von Iolkos in den Tod geschickt; jetzt lebt sie mit ihren beiden Söhnen im kümmerlichen Exil in Korinth – Jason aber hat seine Familie verlassen, um eine bessere Partie zu machen, die schöne Glauke, Tochter des Königs von Korinth. Ach!

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.