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Es geht hoch her im Kindertraumschloss

Schwarz wie die Nacht: Karin Henkels Amphitryon-Inszenierung sorgte für Bravo-Rufe im Pfauen. Kleists Tragikomödie kommt hochkomisch und hochtragisch daher, toll kostümiert und super frisiert.

Liebes- und Identitätskonflikte: Szene aus Karin Henkels «Amphitryon».
Liebes- und Identitätskonflikte: Szene aus Karin Henkels «Amphitryon».
Schauspielhaus Zürich

Der Himmel ist ein Ort, wo nie was passiert, und wenn die Party zu Ende ist, beginnt sie wieder, ganz tupfengenau gleich: So geht der Song der Talking Heads, den Karin Henkel ins Finale ihrer «Amphitryon»-Inszenierung am Pfauen hineinschneidet. Die Geschichte vom lüsternen Gott Jupiter, der sich als Feldherr Amphitryon ausgibt, um dessen schöne Frau Alkmene zu beglücken, heisst bei ihr drum auch «Amphitryon und sein Doppelgänger»: Die Fragen nach Identität und Individualität treiben die 43-jährige Kölner Regisseurin um, die das Stück von Heinrich von Kleist aus dem Jahr 1803 nun schon zum zweiten Mal angegangen ist.

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