Grand Prix Theater geht an Performancekünstler Yan Duyvendak

Die Jury ehre Duyvendak für sein Schaffen «jenseits der Spartengrenzen». Der wichtigste Schweizer Theaterpreis ist mit 100'000 Franken dotiert.

Duyvendak bei einer Performance Anfang des Monates in Lausanne.

Duyvendak bei einer Performance Anfang des Monates in Lausanne. Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der niederländische Performancekünstler Yan Duyvendak wird mit dem Grand Prix Theater/Hans-Reinhart-Ring 2019 des Bundesamts für Kultur (BAK) ausgezeichnet. Der wichtigste Schweizer Theaterpreis ist mit 100'000 Franken dotiert.

Die Jury ehre Duyvendak für sein Schaffen «jenseits der Spartengrenzen», schrieb das BAK am Donnerstag in einer Mitteilung. Mit seinen experimentellen Formen erreiche er ein breites Publikum in den verschiedenen Regionen der Schweiz und toure weltweit. Der gebürtige Niederländer nutzt bildende und darstellende Ausdrucksweisen, um soziale oder kulturelle Phänomene zu erforschen. Dabei experimentiert er mit populären Kulturformen wie Video, Musical oder Computerspielen.

Duyvendak studierte an der École cantonale d'art du Valais und der École supérieure d'art visuel in Genf. Nach Auslandsaufenthalten in Barcelona, Berlin und Marseille lebt er heute wieder in Genf.

Das BAK vergibt fünf weitere Preise an Theaterschaffende. Diese gehen an Regisseur Thom Luz, Schauspieler und Regisseur François Gremaud und seine 2b company, Bühnenbildner und Theatermacher Dominic Huber, Schauspielerin Bettina Stucky sowie Theatervermittlerin Vania Luraschi. Die Preisträger erhalten jeweils 40'000 Franken. Die Verleihung des Hans-Reinhart-Rings sowie der Theaterpreise findet am 24. Mai im Théâtre du Crochetan in Monthey im Rahmen des 6. Schweizer Theatertreffens statt. Bundesrat Alain Berset wird die Preise übergeben.

Der Grand Prix Theater/Hans-Reinhart-Ring setzt die Tradition des von der Schweizerischen Gesellschaft für Theaterkultur verliehenen wichtigsten Schweizer Theaterpreises fort und zeichnet jeweils eine Persönlichkeit oder Institution des Schweizer Theaterschaffens aus. (SDA)

Erstellt: 25.04.2019, 16:22 Uhr

Artikel zum Thema

Der Mensch ist bloss eine Billardkugel

Frank Castorf wagt sich erstmals an Friedrich Dürrenmatt. Am Pfauen faszinieren fünfeinhalb Stunden «Justiz» – trotz der typischen Zügellosigkeit des Ex-Volksbühnenchefs. Mehr...

Was ist das? Das ist der Krieg!

Kritik «Balkanbaby!» in der Gessnerallee blickt auf jugoslawische Biografien zurück. Ein düster-komisches Stück über Konfusion und Flucht. Mehr...

Propaganda-Krieg auf Schweizer Bühnen

Die Tanzgruppe Shen Yun füllt gerade Hallen in der Schweiz. Doch ihre Show ist nicht nur heitere Folklore – sie wirbt auch für die Bewegung Falun Gong. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Weiterbildung

Gamen in der Schule

Die Schule bereitet Kinder auf die Arbeitswelt vor. Das Rüstzeug soll auch spielerisch vermittelt werden.

Kommentare

Blogs

Sweet Home Kleine Wohnung – grosse Kunst

Geldblog Stimmung bei Novartis hellt sich auf

Die Welt in Bildern

Kampf gegen das Aussichtslose: In Kalifornien versuchen die Feuerwehrleute immer noch das Ausmass der Buschfeuer einzugrenzen. (11. Oktober 2019)
(Bild: David Swanson) Mehr...