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Hysterisch-homerisches Gelächter über Dürrenmatts Zukunftsfragen

Herbert Fritsch, liebstes Enfant terrible des Theaters, brachte die «Physiker» auf die Pfauenbühne. Als Ulk in Übergrösse – und auch in Überlänge. Und erntete tosenden Applaus.

Die drei Wissenschaftler und ihre Hausherrin: Fräulein Dr. Mathilde von Zahnd (rechts hinen), im Vordergrund Möbius, Newton, Einstein (von links nach rechts).
Die drei Wissenschaftler und ihre Hausherrin: Fräulein Dr. Mathilde von Zahnd (rechts hinen), im Vordergrund Möbius, Newton, Einstein (von links nach rechts).
Doris Fanconi
Corinna Harfouch spielt Zahnd.
Corinna Harfouch spielt Zahnd.
Doris Fanconi
Schauspielhaus Zürich - Die Physiker - Komödie in zwei Akten von Friedrich Dürrenmatt - Inszenierung Herbert Fritsch - haarig - Gottfried Breitfuss als Einstein (links), Wolfram Koch als Newton
Schauspielhaus Zürich - Die Physiker - Komödie in zwei Akten von Friedrich Dürrenmatt - Inszenierung Herbert Fritsch - haarig - Gottfried Breitfuss als Einstein (links), Wolfram Koch als Newton
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«Ist das noch Max Frisch?» So fragte Newton am Samstag gegen Ende der Premiere von Friedrich Dürrenmatts «Die Physiker» am Pfauen; und die Zuschauer, die sich während der letzten anderthalb Stunden schon ganz schlapp gelacht hatten, fielen schier von ihren Sitzen. Herbert Fritsch, mit seinen 62 Jahren derzeit das liebste Enfant terrible des deutschsprachigen Theaterbetriebs, hat sich mit dieser Inszenierung selbst übertroffen. Er hat sein Anti-Schlaumeier-Theater, sein Pro-Schaurausch-Theater mit grosser, ja gargantuesker Kelle angerichtet; er hat jede Sinnsuche mit Sinnlichkeit ausgebootet – und das bei einem Stück, das seine Botschaft so klar vor sich herträgt wie kaum eins. Ein Ulk in Übergrösse, und, auch das, mit Überlänge: buchstäblich eine Tollerei. Sie hat, trotz ihrer Längen, den tosenden Applaus verdient, den sie erhielt.

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