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Klarer Freispruch

«Zürcher Prozesse», letzter Tag: Im Verhältnis 6 zu 1 lehnte es die Geschworenen-Jury des Gerichtstheaters ab, die «Weltwoche» zu verurteilen.

Entschieden sich zugunsten der «Weltwoche»: Die Geschworenenjury.
Entschieden sich zugunsten der «Weltwoche»: Die Geschworenenjury.
Theater Neumarkt, Markus Tomsche
Vermochte in den Kreuzverhören nicht zu überzeugen: Kläger Robert Misik. Dahinter die Verteidiger Valentin Landmann (links) und Claudio Zanetti. (Zweiter Prozesstag)
Vermochte in den Kreuzverhören nicht zu überzeugen: Kläger Robert Misik. Dahinter die Verteidiger Valentin Landmann (links) und Claudio Zanetti. (Zweiter Prozesstag)
Theater Neumarkt, Markus Tomsche
Veranstalter: Milo Rau vor der Eröffnungssitzung. (Erster Prozesstag)
Veranstalter: Milo Rau vor der Eröffnungssitzung. (Erster Prozesstag)
Keystone
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Um was gings? Der dritte und letzte Anklagepunkt («Gefährdung der verfassungsmässigen Ordnung») wurde verhandelt. Und dann fällten die sieben Geschworenen ihr Urteil darüber, ob die «Weltwoche» mit ihrer Berichterstattung ihre gesellschaftliche Verantwortung verletzt hat oder nicht.

Wer punktete? Zwei hochkarätige Experten, Politologin Regula Stämpfli und FDP-Nationalrat Filippo Leutenegger, sagten kurzfristig ab. Michael E. Dreher, bekannt als Gründer und Präsident der konservativen Auto-Partei, wurde als «Ersatz» ins Theater geholt, und auch Richter Giusep Nay wurde als Experte befragt. Die genau austarierte Expertenfolge kam damit etwas aus dem Lot. Die juristisch erfahrenere Verteidigung schnitt an diesem Tag tendenziell besser ab, die Anklage hatte aber wohl bereits gestern entscheidend an Boden verloren. Die Schlussredner hielten sich die Waage.

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