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Mit Druck kann sie umgehen

Karin Henkel gelang 2014 am Pfauen mit ihrem «Amphitryon» die «Inszenierung des Jahres». Jetzt untersucht die Theaterforscherin mit Koltès, wie das Böse in die Welt kommt.

Von Alexandra Kedves
«Ich wusste von Anfang an: Ich unten, nicht oben», sagt Karin Henkel über ihr Verhältnis zur Bühne. Foto: Toni Suter und Tanja Dorendorf (T+T Fotografie)
«Ich wusste von Anfang an: Ich unten, nicht oben», sagt Karin Henkel über ihr Verhältnis zur Bühne. Foto: Toni Suter und Tanja Dorendorf (T+T Fotografie)

Karin Henkel tigert vor der Bühne auf und ab. Eben ist die Soundanlage aus­gefallen, die passende Erde fürs Bühnen­bild fehlt noch immer, und das siebenköpfige Ensemble auf der Drehbühne zu arrangieren, ist tricky. Die ­omnipräsente Kaffeetasse in Henkels Hand wird da zum reinen Requisit: Hellwach ist die Regisseurin auch ganz ohne Koffein. Wo sie geht, brennt die Luft; schlafen verschiebt sie auf nach der Premiere. Die ist, als wir uns treffen, in zwei Tagen – also heute Donnerstag.

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