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Ohne Relevanz für das grosse Ganze

Zürich hat neben dem Schauspielhaus ein weiteres hochsubventioniertes Theater-Ensemble am Neumarkt. Sinnvoller wäre es, die freie Szene zu unterstützen.

Das Stadttheater kommt frischer, frecher und jünger daher: Schauspieler proben das Theaterstück «Ein Sommernachtstraum» am Schauspielhaus Zürich. Foto: Anthony Anex (Keystone)
Das Stadttheater kommt frischer, frecher und jünger daher: Schauspieler proben das Theaterstück «Ein Sommernachtstraum» am Schauspielhaus Zürich. Foto: Anthony Anex (Keystone)

So ändern sich die Zeiten: In den 1980er- und 1990er-Jahren fuhr man von Süddeutschland nach Zürich, um die neusten Produktionen zu sehen –nicht etwa im Schauspielhaus, sondern im über die Landesgrenzen hinaus bekannten Theater am Neumarkt. Dort bekam man zu sehen, was viele verknöcherte Stadttheater in ihrem Biedersinn nicht zeigten, dort arbeiteten junge, unentdeckte Regisseure und Schauspieler, die am Anfang ihrer Karriere standen. Und schliesslich: Dort verdichtete sich der kulturelle Diskurs, an dem man teilhaben wollte – und musste, um in bestimmten Kreisen mitreden zu können.

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