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Stillstand auf Laken

Irritierend statisch, aber voll von iranischem Lebensgefühl: Amir Reza Koohestanis «Iwanow»-Inszenierung am Theater Spektakel.

In Amir Reza Koohestanis Tschechow-Version sitzt der Schlaffi auf dem endlos langen Sofa der Stagnation. Foto: Christian Altorfer
In Amir Reza Koohestanis Tschechow-Version sitzt der Schlaffi auf dem endlos langen Sofa der Stagnation. Foto: Christian Altorfer

«Dieser Iwanow hält uns Iranern einen Spiegel vor», sagt die junge iranische Performerin Azade Shahmiri («Damascus») im Werft-Foyer nach der Tschechow-Aufführung am Theater Spektakel und berichtet vom begeisterten Teheraner Premierenpublikum 2011. Der Regisseur, Amir Reza Koohestani, sekundiert: «Eigentlich habe ich ‹Iwanow› sowieso nur für den Iran gemacht. Im Ernst: Welcher Europäer will schon einen fast dreistündigen Tschechow aus Teheran einladen, und dann noch mit einem neunköpfigen Ensemble?»

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