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Theaterkritik: Giacobbo auf Dürrenmatts Spuren

Gestern Abend hatte das Satire-Stück «Die Nepotistan-Affäre» im Casinotheater in Winterthur Premiere. Das Publikum spendete tosenden Applaus.

Ein langer Schrei zu Beginn und einer am Ende – willkommen in der Irrenanstalt von Frau Dr. Neidhart! Doch wer sich da Luft macht, sind nicht etwa die Patienten, sondern die Institutsleiterin selber. Denn die Insassen bringen sie an den Rand des Wahnsinns. Es ist auch nicht ganz einfach, wenn sich einer für Jesus, der andere für General Guisan und der Dritte für einen Schweizer Bundespräsidenten auf Lebzeiten hält.

Drei Irre in einer psychiatrischen Klinik, hatten wir das nicht schon? Genau: In Friedrich Dürrenmatts «Physiker» hielten sich die drei Insassen der Heilanstalt «Les Cerisiers» für Einstein, Newton und Möbius. Haben sich Domenico Blass und Viktor Giacobbo, die Autoren der «Nepotistan-Affäre», also an einem Klassiker vergriffen? Ist ihr Theaterstück nur ein billiger Abklatsch?

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