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Und dann das schwarze Nichts

Über Suiziddarstellungen auf der Bühne.

Oft werde ich gefragt: Warum immer so drastisch? Warum spielen in «Five Easy Pieces» Kinder die Geschichte eines Kindermörders? Warum darf in «Breiviks Erklärung» ein Terrorist seine Theorien erläutern, warum wird im «Genter Altar» die Schlachtung eines Lamms gezeigt?

Momentan probe ich an einem Stück mit dem Titel «Familie». Die Geschichte ist so simpel wie rätselhaft: Vor sieben Jahren erhängten sich an einem Abend in Calais zwei Eltern und ihre Kinder. Eine völlig durchschnittliche Familie aus dem Mittelstand, mit den üblichen Hobbys von Theatergruppe bis Spaziergängen am Meer. Keine Krankheiten, keine Depressionen, keine Drogen, keine Scheidung, keine Rachegelüste – nichts von alldem, was man üblicherweise aus Familiendramen kennt.

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