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«Verprügelt Griechenland nicht!»

Yannis Houvardas, der Direktor des griechischen Nationaltheaters, sieht die Selbstachtung seiner Landsleute geknickt. In Zürich bringt er jetzt Büchners «Woyzeck» auf die Neumarkt-Bühne.

Bringt Büchners «Woyzeck» auf die Zürcher Theaterbühne: Yannis Houvardas, der Direktor des griechischen Nationaltheaters.
Bringt Büchners «Woyzeck» auf die Zürcher Theaterbühne: Yannis Houvardas, der Direktor des griechischen Nationaltheaters.
Nicola Pitaro

Das Bühnenbild steht: eine Kneipe ohne Ausgang. Hier ein Tischchen, da ein paar Stühle, dort die Band und im Fond das Hinterzimmer. Kein Schnickschnack. Das ist die Welt von Woyzeck heute. «Alle sind im gleichen Raum, im gleichen Druck», sagt der Regisseur Yannis Houvardas, der derzeit Georg Büchners Stück in der Fassung von Robert Wilson und mit Songs von Tom Waits und Kathleen Brennan fürs Theater Neumarkt vorbereitet. «So viele sind ohne Einkommen, ohne Zukunft. Und ohne Würde.» Das ist es, was den würdevoll unauffälligen Mann, der das griechische Nationaltheater bislang knapp vor der Schliessung bewahren konnte, umtreibt, was ihn quält. Nicht bloss, wenn er den «Woyzeck» liest, sondern auch, wenn er mit Büchners Stück die griechische und die globale Gegenwart liest.

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