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Viel nackte Haut und Gelungenes

Gestern ging die 35. Ausgabe des Theater Spektakels Zürich zu Ende. Immer noch zeigt es sich jung, erfrischend – und verstörend.

Die Nackten ganz nah am Publikum: Marcelo Evelins Soiree «Suddenly Everywhere Is Black With People».
Die Nackten ganz nah am Publikum: Marcelo Evelins Soiree «Suddenly Everywhere Is Black With People».

Sie ist fetzig, up to date – und komplett angezogen: «Shilpa, The Indian Singer App» aus Deutschland und Indien. Die Jury des Zürcher-Kantonalbank-Förderpreises war vermutlich etwas erschöpft von all den Trips in die Landschaften der nackten Haut mit ihren vielsagenden Öffnungen und Verschlossenheiten: von einer Theater-Spektakel-Ausgabe, der ein Hieronymus Bosch Pate gestanden haben könnte. Jedenfalls haben die Juroren den mit 30'000 Franken dotierten Förderpreis eben «Shilpa» zugesprochen, das im März schon den Preis des Secondofestivals in Aarau geholt hatte. Die Zürcher Laudatio jubelt zu Recht über «MD Pallavis Durchhaltevermögen in dieser virtuosen One-Woman-Show», in der «brisante Themen wie Diskriminierung, sexueller Missbrauch oder die prekäre Situation der Frauen in Indien» mit «lebhafter Energie» gesungen, getanzt und gesoapt werden.

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