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«Wenn ich das Schauspielhaus Zürich per Handy leiten könnte ...»

«Ich nehme keine Rücksicht, wie viele Leute mich verstehen oder nicht.» Harald Schmidt hat ein neues Internetformat, ist sonst aber ganz der Alte.

Herr Schmidt, es gab die Befürchtung, wir hätten Sie ans Rentnerdasein auf dem «Traumschiff» verloren. Jetzt sind Sie wieder zurück – mit einem Internetformat für den «Spiegel». Hatten Sie Sehnsucht nach Öffentlichkeit?

Wie muss man sich den Alltag von Harald Schmidt vorstellen?

Mit Schauspielstudenten?

Was lehren Sie die Studenten?

Gehen Sie selbst noch ins Theater?

Sie hätten also die besten Voraussetzungen für den Job.

Haben Sie so ein schlechtes Bild vom Theater, dass es dort nur noch darum geht, das Haus zu füllen?

Jetzt haben Sie selbst beim «Spiegel» ein digitales Format. In ihrem ersten Beitrag haben Sie die Frage aufgeworfen, ob man Patrick Bahners von der FAZ besser versteht, wenn man seinen Kollegen Dietmar Dath liest.

Machen Sie auch Ihr neues Format mit dem Rücken zum breiten Publikum?

Thematisch geht es im neuen Format also vom Sockenkauf eines Korrespondenten der «Welt» bis hin zur Autobiografie des früheren «Merkur»-Herausgebers Karl Heinz Bohrer, die Sie gelesen haben.

Die Hälfte habe ich geschafft, dann erschöpft es sich für mich etwas zu sehr in solchen Szenen, in denen Bohrer sich in seiner Renommiersucht gefällt.

Raddatz dachte in seinen Tagebüchern mal darüber nach, ob es unter Müllmännern eine «Klassen-Solidarität» gibt wie unter Jaguar-Fahrern, zu denen der frühere «Zeit»-Journalist selbst gehörte.

Umso wichtiger wäre es, dass Sie diese einem breiten Publikum vermitteln – wie früher, als Sie Adornos «Minima Moralia» in ihrer Late-Night-Show zum Thema machten.

Über Ihre Absage als Kommissar im Schwarzwald-«Tatort» reden Sie wahrscheinlich nicht gerne.

Also ein Minimalist in jeder Hinsicht?