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«Die FPÖ zelebriert die Nazi-Nähe geradezu»

Der österreichische Puppenkünstler Nikolaus Habjan sieht sein Land nach rechts abgleiten. Für seine politischen Stücke erhielt er wichtige Preise – und Morddrohungen. Am Wochenende spielt er in Zürich.

«Puppen können auf der Bühne so viel wie Menschen»: Nikolaus Habjan (r.) mit Senyeb Saleh in «Das Missverständnis». Foto: Lupi Spuma
«Puppen können auf der Bühne so viel wie Menschen»: Nikolaus Habjan (r.) mit Senyeb Saleh in «Das Missverständnis». Foto: Lupi Spuma

Es gibt drei Arten, sich schuldig zu machen, glaubt Nikolaus Habjan, und sie sind bei uns weit verbreitet. Die erste ist, nicht zu sich selbst und seinen Bedürfnissen zu stehen – sich so zu verbergen wie Jan in Albert Camus’ Stück «Das Missverständnis» von 1943, mit dem Habjan jetzt am Zürcher Schauspielhaus gastiert. Die zweite ist, wegzuschauen, Tatsachen nicht wahrhaben zu wollen – so wie Jans Mutter, die ihren verlorenen, nach Jahren heimgekehrten Sohn nicht wiedererkennen will. Die dritte sei die offensichtlichste Art, sich schuldig zu machen: aus Angst, Neid und bewusster Blindheit gewalttätig zu werden – so wie Jans Schwester Martha, die mit der Mutter ihren Bruder tötet.

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