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«Wir sollten uns Langsamkeit leisten»

Der Autor Simon Froehling glaubt nicht an die Grabenkämpfe in der Theaterwelt, sondern an Kooperation – und an das Theater als Raum der Entschleunigung für uns alle.

Alles halb so schlimm: Dramatiker Simon Froehling im Zürcher Theater Neumarkt. Foto: Sophie Stieger
Alles halb so schlimm: Dramatiker Simon Froehling im Zürcher Theater Neumarkt. Foto: Sophie Stieger

Sie haben am Schauspielhaus Zürich gearbeitet, am Theater Biel, am Neumarkt und in der freien Szene. Waren die Unterschiede gravierend?

Ganz im Gegenteil! Nach meiner Ansicht wird da ein Graben aufgerissen, der so längst nicht mehr besteht. Das ist doch alles kalter Kaffee und schrecklich provinziell. Die Gruppe Rimini Protokoll oder der Zürcher Thom Luz, eine Formation wie Faradaycage oder «Einzeltäter» wie ich selbst wirken mal am festen, grossen Haus und mal auf der Off-Bühne. Das ist auch überhaupt nicht ehren­rührig. Ich habe etwa bei der Theatersoap «Absolut Züri» mitgeschrieben, und damit waren wir an acht verschiedenen Häusern der Stadt Zürich zu Gast. Ich weiss gar nicht, wieso die Häuser so gegeneinander ausgespielt werden; das entspricht nicht der Realität. Auch das Theater Neumarkt und das Schauspielhaus haben schon kooperiert. Und jetzt gerade kooperieren Schauspielhaus und Gessnerallee mit der Gastspielreihe «Nervous Systems».

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