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Wo liegt das Paradies?

Am Theater Neumarkt zeigt Regisseur Tom Schneider eine szenische Fassung von Judith Schalanskys «Atlas der abgelegenen Inseln».

Wenn sie etwas zu spielen haben, spielen die fünf Darsteller tadellos. Foto: Caspar Urban Weber
Wenn sie etwas zu spielen haben, spielen die fünf Darsteller tadellos. Foto: Caspar Urban Weber

Es ist eine Riesenschachtel aufgestellt im Theater Neumarkt (Bühne: Moritz Müller), eine Art Umzugskarton oder eine Schutzhütte vielleicht, an die Naturgeräusche branden, und jedenfalls: Darin drängen sich Menschen, denen es, scheints, zu eng ist. Einer räkelt sich in Träumen; eine schaut in die Ferne nach rettenden Schiffen, wer weiss, oder nach fernen Eilanden; ein dritter schält sich aus Kleiderschichten und will, kann sein, derart gehäutet ins Weite, zu den Inseln und Paradiesen womöglich, wo Ursprung wäre und Neubeginn. Und das suchen sie alle, wie es aussieht: die Inseln, deren Dort anders ist als das eingeschachtelte Hier, die Gärten Eden, die sie in den Köpfen tragen. Aber wenn sie dann wirklich ankommen, haben sie sich und ihr Hier mitgeschleppt und kommen im Dort ganz schön auf die Welt.

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