Warum Schweizer «Selektion» verwenden, Deutsche aber nicht

Es gibt Wörter, die haben ihre Unschuld verloren – aber nur in einem Teil des Sprachgebiets. Martin Ebel erläutert das am Beispiel «Selektion».

In der Selektion wählten die Nationalsozialisten aus, für welche jüdischen Personen sie noch eine «Verwendbarkeit» hatten und welche sie in die Gaskammer schickten. Für Deutsche ist der Begriff deshalb «historisch kontaminiert». (Video: Tamedia)

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Unser wöchentliches Videoformat «Die kleine Sprachsprechstunde» mit Literaturredaktor Martin Ebel betrachtet sich ­im weitesten Sinn als Ratgeberkolumne. Ihr Ziel ist es, das Sprachgefühl zu pflegen und gegen sprachlichen Egalismus anzugehen. Ein Bewusstsein zu wecken für so vieles, was man tagtäglich an sprachlichem Unsinn, Geschwurbel, aber auch an subtiler Beeinflussung zugemutet bekommt – oder selbst hervorbringt.

Erstellt: 16.02.2019, 09:01 Uhr

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