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Viele Fragen, wenig Antworten

Dürfen Medien das blutige Handyvideo von London zeigen? Es hätte gestern im ersten «Medienclub» eine spannende Diskussion werden können. Doch die Sendung war konfus. SRF sollte über die Bücher gehen.

Es war Generaldirektor Roger de Weck, der im Frühjahr 2011 öffentlich sagte, dass er sich von den SRG-Sendern mehr Medienkritik wünsche. Damit forderte er seine Programmmacher direkt auf, die Medienberichterstattung innerhalb der bestehenden Angebote zu intensivieren.

Lange passierte nichts. Die TV-Verantwortlichen machten eine Erstausstrahlung einer medienkritischen Sendung stets vom aktuellen Thema abhängig. Nach zwei Jahren fand man nun im Leutschenbach ein Thema: die Medien und das Attentat in London. Denn mit der Verbreitung eines Handyvideos, in dem der Täter blutverschmiert erklärt, warum er einen Soldaten ermordet habe, müssen sich die Medien die Frage stellen, ob sie die Informationspflicht nicht ausgereizt haben. Die Grundlage für eine spannende Diskussion wäre zweifellos gegeben gewesen.

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