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«... dann werden seine Äusserungen schlicht absaufen»

John M. Coetzee gewann den Nobelpreis für Literatur. Er liebt aber auch die deutlichen Worte.

«Ich schreibe auf Englisch, kann aber nicht behaupten, dass ich die Sprache liebe», sagt John Coetzee. Foto: Ulla Montan
«Ich schreibe auf Englisch, kann aber nicht behaupten, dass ich die Sprache liebe», sagt John Coetzee. Foto: Ulla Montan

Dem Open-Air-Literaturfestival Zürich ist zu seiner fünften Ausgabe ein Coup gelungen: Der 77-jährige südafrikanische Literaturnobelpreisträger John Coetzee mit der Wahlheimat im australischen Adelaide wird aus einem unveröffentlichten Text mit dem Titel «The Glass Abattoir» lesen. Es war ein weiter Weg von John Coetzees Doktorarbeit über Samuel Beckett in den frühen 1960ern, über seine politisch grundierten Romane wie «Life & Times of Michael K» und «Disgrace» bis hin zu seinen jüngsten Jesus-Romanen ohne Jesus («The Childhood of Jesus», «The Schooldays of Jesus»). Scharfsichtig, unsentimental und präzis blieb sein Schreiben immer – und er selbst wach für die Ungerechtigkeiten und das Unrecht daheim und anderswo.

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