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Wie man mit Populisten diskutiert, ohne ihnen in die Falle zu gehen

Ein Fehlschluss der Populisten sei, dass sie behaupten, für alle zu sprechen, sagt Daniel-Pascal Zorn.

Sie sagen, dass sich die Debattenkultur zum Schlechteren verändert hat. Es scheint, dass sich viele Menschen heute anderen Meinungen nicht mehr aussetzen wollen. Warum ist das so?

Alle wollen recht haben.

War das früher anders?

Was läuft da genau schief?

Wie diskutiert man also richtig?

Aber das ist doch eine Utopie. Es funktioniert nicht.

Ständig scheitern Gespräche.

Ist nicht das Hauptproblem, dass heute nichts mehr wahr ist? Das hat uns die Postmoderne gelehrt.

Aber ... Das ist eben so. Es gibt keine Fakten mehr, nur noch Interpretationen. Dieses Gefühl überführt Trump grade in die politische Praxis.

Das klingt sehr allgemein.

Worin bestehen die Fehlschlüsse des Populismus?

Und was bringt das in der Diskussion mit einem Populisten? Dem ist es doch egal, ob etwas gerechtfertigt werden kann oder nicht. Dessen Taktik ist es, eine Öffentlichkeit zu schaffen, in der jedes Argument gleich viel wert ist und die Wahrheit nichts mehr. So macht das Trump.

Muss man eigentlich mit jedem reden? Mit Nazis?

Geht man nicht erst durch das Gespräch mit einem Populisten diesem oft in die Falle? Der will ja ein Podium für seinen geistigen Bürgerkrieg.

Aber wenn jemand nicht bereit ist, die Kriterien anzuerkennen. Wenn er nur provoziert?

Was kann man dagegen tun?

Man muss doch seinen Standpunkt vertreten.

Provokation kann auch ein wichtiges Mittel in einer Debatte sein.

Das müssen Sie erklären.

Ich provoziere jetzt mal: An wen wenden Sie sich überhaupt? Doch nur an die gut gebildeten Eliten.