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Zu steril für Istanbul

Die 12. Istanbul-Biennale kommt so sauber und geordnet daher wie noch nie. Aber mit ihrer konservativ-musealen Präsentation verliert die Ausstellung den Bezug zur Stadt.

Die Werke sind mit grosser Sorgfalt präsentiert: «Tin Soldiers» des Jordaniers Ala Younis. Foto: Murad Sezer (Reuters)
Die Werke sind mit grosser Sorgfalt präsentiert: «Tin Soldiers» des Jordaniers Ala Younis. Foto: Murad Sezer (Reuters)

Die heute den Erdball überziehenden Biennalen sind beinah alle Kinder der Globalisierung. Jede Stadt, die etwas auf sich hält, gründete in den letzten 20 Jahren eine solche Touristenattraktion für den globalen Wettbewerb. Im Gegenzug liess sich kein Biennale-Kurator die Gelegenheit entgehen, die fortschreitende ökonomische und politische Weltneuordnung kritisch zu reflektieren. Die junge Istanbul-Biennale hat heute den Ruf, diesen Widerspruch zwischen Standortswerbung und Globalisierungskritik vorbildlich zu verkörpern. Jede Edition ging auf die geopolitisch und kulturell spezifische Situation Istanbuls ein: zwischen Europa und Nahem Osten, zwischen Islam und Christentum.

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