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Das neue Album von DodoKurz vor dem Zuckerschock

Der Zürcher Musiker Dodo hat auf verschiedenen Schweizer Pässen ein neues Album aufgenommen. Sein Reggae ist dabei leider bisweilen zu Schlager verkommen.

«Ministry of Good Vibes» nennt Dodo seinen Schiffscontainer, in dem er die Songs für das neue Album aufgenommen hat.
«Ministry of Good Vibes» nennt Dodo seinen Schiffscontainer, in dem er die Songs für das neue Album aufgenommen hat.
Foto: PD

Eigentlich wollte Dominik Jud aka Dodo mit seinem mobilen Studio von Basel den Rhein hinauf bis nach Rotterdam tuckern und von da weiter zur Elfenbeinküste und nach Südafrika. Doch dann kam die Pandemie. Dodo musste umdenken. Seinen Schiffscontainer, den er «Ministry of Good Vibes» nennt, platzierte er auf mehreren Pässen in der Schweiz. Am Tag arbeitete er an seiner Musik. In der Nacht schlief er auf einem Bettsofa. Furka statt Kapstadt. Grimsel statt Yamoussoukro.

Überglückliche Beats

Am 12. Februar erscheinen die Songs, die der 44-jährige Zürcher in dieser Zeit produziert hat. «Odyssee», der Opener, klingt noch am ehesten nach dem Reggae, den man von Dodos «Hippie-Bus» kennt: friedliche Gitarre, dazu Dodos verhangene Stimme. Danach wird es abenteuerlich – und es scheint, als habe sich Dodo zu oft in die Aprés-Skihütte verlaufen. Die Beats sind so süss und glücklich, dass sie anecken. Und textlich ist es zu viel Hüttengaudi: «Oh Annemarie, immer wenns schneit, jo denn denki a di», singt Dodo. Dann erzählt er, wie er eingeschneit auf dem Pass Uno und Ciao Sepp spielt. Das bewegt sich irgendwo zwischen Schlager und Kinder-CD

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