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Lara Gut und der Sexismus

Ihr erstes Weltcuprennen gewann Lara Gut schon mit 17 Jahren und 8 Monaten und erfüllte so auf einen Schlag die hohen Erwartungen, die dem Talent aus dem Tessin vorausgeeilt waren. Sie war auch immer noch keine 18, als sie 2009 zwei WM-Medaillen gewann. Doch die Tessinerin war unbequem für Medienschaffende und Verbandsleute, mit denen sie sich regelmässig überwarf. Sie konnte strahlen wie keine Zweite, aber auch schnippisch reagieren wie sonst niemand. Jetzt ist sie die erste Gesamtweltcupsiegerin seit Vreni Schneider.
Alex Frei war der Torschützenkönig der Ligue 1 und schuf sich Beliebtheit mit Treffern für das Nationalteam. Wechselte dann zu Borussia Dortmund und wurde so zum wichtigsten Schweizer Fussballer. Er war der neue Stéphane Chapuisat – bis er 2009 zum FC Basel zurückkehrte. Auf einmal wurde ihm sein Wille als Verbissenheit ausgelegt und seine Konsequenz als Arroganz. Die Fans in den Stadien pfiffen, bei Spielen des Nationalteams nicht selten sogar die eigenen. Als er 2013 seine Karriere als Spieler beendete, stieg er gleich als Sportchef beim FC Luzern wieder ein. Und scheiterte.
Xeno Müller war der Rebell im Skiff, der keinem Konflikt aus dem Weg ging, ob mit Verbandsfunktionären, Trainern, Coaches oder Medienleuten. Vor Sydney 2000 (wo er Silber gewann) entschied der Olympiasieger von 1996 persönlich, welche der aus der Schweiz angereisten Journalisten ihm zuhören oder Fragen stellen durften und welche nicht. Diese Direktheit kam oft nicht gut an, schadete seinem Image und auch seiner Vermarktbarkeit. Xeno Müller hat sich inzwischen gewandelt, ist 43, lebt mit seiner Frau und vier Kindern als fürsorglicher Familienvater in Kalifornien und arbeitet als Rudercoach.
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