Zum Hauptinhalt springen

Lager in GriechenlandLeben in Kälte und Dreck – Schweizer Flüchtlingshelfer erzählen

Sechs Freiwillige berichten von den schrecklichen Zuständen in den Flüchtlingslagern auf den ägäischen Inseln.

Flüchtlinge auf Lesbos waschen ihre Kleider im Meer.
Flüchtlinge auf Lesbos waschen ihre Kleider im Meer.
Foto: Enri Canaj/Magnum Photos/Keystone

Die Lage in den Flüchtlingslagern auf den ägäischen Inseln hat sich dramatisch verschlechtert: Auf Lesbos, Samos, Chios, Leros und Kos befinden sich laut dem Flüchtlingshilfswerk UNHCR noch immer 18’500 Geflüchtete. Sie leben unter grauenerregenden Bedingungen und warten für Monate oder gar Jahre auf einen Asylbescheid.

Wegen des Kälteeinbruchs war die Situation in den vergangenen Wochen besonders prekär. In unbeheizten Zelten harrten die Menschen der Kälte, wärmten sich an Gaskochern und kleinen Feuern.

Übergriffe rechtsextremer Schlägertrupps, der Grossbrand im Camp Moria, eine zunehmend wütende Lokalbevölkerung und jetzt die Corona-Pandemie mit erneutem Lockdown in den Lagern: Fast muss man inzwischen annehmen, dass geschehen könne, was wolle – an der Situation der Geflüchteten auf den ägäischen Inseln wird weder die griechische Regierung noch Europa gross etwas ändern. Im Gegenteil: Die Errichtung fixer Camps deutet im sechsten Winter dieser Krise darauf hin, dass Lesbos, Samos, Chios, Leros und Kos noch lange als Auffangbecken dienen werden.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.