Hintergrund

Brüssel mauert am Flughafen

Nach dem spektakulären Diamantenraub aus einer Maschine von Helvetic Airways trifft der Flughafen Brüssel nun neue Sicherheitsvorkehrungen.

">Betonblöcke gegen Bösewichte: Der Flughafen Brüssel-Zaventem rüstet auf. (19. Februar 2013)

Betonblöcke gegen Bösewichte: Der Flughafen Brüssel-Zaventem rüstet auf. (19. Februar 2013) Bild: Eric Vidal/Reuters

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Es klang wie eine Szene aus einem Spielfilm. Maskierte Räuber durchbrachen im Februar mit zwei Fahrzeugen den Sicherheitszaun des Flughafens Brüssel-Zaventem. Sie erbeuteten Diamanten im Wert von mindestens 50 Millionen Euro, die gerade in eine Maschine der Schweizer Fluggesellschaft Helvetic Airways geladen wurden. Die Räuber konnten mit dem Koffer voller Diamanten unerkannt in die Nacht entkommen. Nun, vier Monate nach dem Überfall, reagiert der Flughafen.

Wie die belgische Tageszeitung DH berichtet, baut der Flughafen der belgischen Metropole nun eine neue Sicherheitsmauer, die derartige Zwischenfälle in Zukunft verhindern soll. Bisher war er nur mit einem Maschendrahtzaun geschützt. Diesen konnten die Diamantenräuber im Februar leicht durchbrechen.

Leicht zu durchbrechen

Im Mai begannen nun die Bauarbeiten für die «Wall of Shame», wie die Mauer in der Planespotter-Gemeinde auch genannt wird. Denn statt Draht schützt nun Beton den Flughafen vor Eindringlingen. Doch die neue Mauer versperrt Luftfahrtfans die Sicht auf einen Teil der auf dem Flughafen parkierten Privatjets.

Der Raub der Diamanten ist inzwischen zumindest zum Teil aufgeklärt. Rund dreissig Personen wurden im Zusammenhang mit dem Verbrechen in Belgien, der Schweiz und in Frankreich verhaftet. Einen grossen Teil der gestohlenen Diamanten stellten Polizisten in Genf sicher. (se/aerotelegraph.com)

Erstellt: 01.07.2013, 17:42 Uhr

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