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Elf Sitze in einer Reihe

Emirates will die grösste Airline der Welt werden. Präsident Tim Clark greift dafür zu Massnahmen, die man eher von Billiganbietern erwartet.

10 Sitze sind nicht genug: Emirates plant, in Zukunft einen Sitz mehr pro Reihe anzubieten.

10 Sitze sind nicht genug: Emirates plant, in Zukunft einen Sitz mehr pro Reihe anzubieten. Bild: Emirates

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Was Emirates vorhat, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Die grösste Airline der Welt will man werden. Und das ohne Abstriche bei der Reputation. Bisher scheint der Plan zu funktionieren. Bei den Passagieren ist die Fluggesellschaft wegen Service und Komfort beliebt, die Zahlen steigen und steigen.

Fast etwas unpassend erscheint da der neue Plan von Emirates-Präsident Tim Clark. Der Manager kündigte an, schon bald ein Kabinen-Layout mit elf Sitzplätzen in einer Reihe anzubieten – Pläne, die man sonst eher von Billiganbietern wie Ryanair zu hören gewohnt ist. «Es gibt da noch eine ganze Reihe Unklarheiten, doch es ist sehr wahrscheinlich, dass die 11-Sitze-Reihe kommt», sagt Clark laut der Zeitung «Arabian Business».

«Keine Abstriche beim Komfort»

Doch er verspricht auch: Abstriche beim Komfort werde es auf keinen Fall geben. Man bleibe bei der Sitzbreite von rund 48 Zentimetern. «Auf gar keinen Fall werden wir diese unterschreiten», so Clark. Doch es gebe eben auch Herausforderungen, von dem momentanen 3-4-3-Design in den Ultra-Langstreckenjets würde man zu einem 3-5-3-Layout übergehen. «Und die Mittelsitze bei der Vierer-Gruppe waren schon immer nicht die beliebtesten», erklärt der Manager. Das Problem müsse man im Kopf haben, wenn man an eine Vergrösserung denke.

Welche Lösungen genau Clark dafür im Kopf hat, ist nicht klar. Auch, wie er die Sitzbreite beibehalten will, erklärte er nicht näher. Doch: Die Fluglinie soll aktiv an der Entwicklung der neuen Boeing 777 beteiligt sein. Hier gäbe es für Emirates also die Möglichkeit, auch etwas am Aufbau der Kabine zu ändern.

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Erstellt: 25.11.2013, 12:33 Uhr

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«Die vier Mittelsitze sind nicht die beliebtesten»: Emirates-Präsident Tim Clark. (Bild: Reuters Olivia Harris)

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