«Mit Auto oder Flugzeugerl?»

Niki fliegt ab April von Wien nach Bratislava – eine Strecke von gerade mal 80 Kilometern. Was dahintersteckt.

Schlechter Aprilscherz: Viele halten die neue Ministrecke für keine gute Idee. (Flickr/Miroslav Petrasko)

Schlechter Aprilscherz: Viele halten die neue Ministrecke für keine gute Idee. (Flickr/Miroslav Petrasko)

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Viele Branchenvertreter hielten es für einen Scherz. Doch die österreichische Fluggesellschaft und Air-Berlin-Tochter hat sich das Angebot des Wien-Bratislava-Flugs gut überlegt. Ursprünglich war die Verbindung als reiner Überführungsflug geplant, im Fachjargon Ferry Flight genannt. Denn Niki wird ab April zwei Direktflüge ab Bratislava anbieten. Dort hat sie aber kein Flugzeug stationiert. «Für Niki bleibt der Hauptstandort Wien», erklärt ein Sprecher.

Doch statt den Airbus A320 jeden Tag leer zwischen Wien und Bratislava hin- und herzufliegen, entschied man sich bei Niki für die ungewöhnliche Variante. Die Airline lässt Passagiere auf dem Miniflug mitfliegen. Denn sie hofft darauf, dass einige Reisende den Flug als Transferflug benutzen – in beide Richtungen. Menschen aus Bratislava können dann in Wien aufs Niki-Netz umsteigen, Wiener können via Bratislava nach Brüssel und Palma de Mallorca fliegen.

Vielleicht auch nur eine kurzfristige Erscheinung

Doch ist ein Flug mit Passagieren nicht teurer als ein leerer? Immerhin verlangen die Reisenden ab und zu Betreuung. «Nein», sagt der Sprecher, «das Potenzial an Umsteigeverbindungen in beide Richtungen wirkt sich positiv auf die Kalkulation aus.»

Doch vielleicht ist der Miniflug auch nur eine kurzfristige Erscheinung. Denn wenn Nikis Angebot in Bratislava gut aufgenommen und daher ausgebaut wird, wird in der slowakischen Hauptstadt ein Flugzeug stationiert. Und dann braucht es keinen Überführungsflug mehr. «Ja, dies könnte eine Option sein», bestätigt der Sprecher. (lf/Aerotelegraph.com)

Erstellt: 19.01.2015, 07:17 Uhr

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