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Am liebsten mit dem Auto in die Berge

Noch immer spart Familie Schweizer bei den Reisen. Ihre Lieblingsdestination bleibt die Heimat. An zweiter Stelle folgen die Nachbarländer.

Schweizerinnen und Schweizer haben 2010 insgesamt 16,6 Millionen Reisen mit Übernachtungen unternommen - etwas weniger als im Vorjahr. Der Trend zu längeren Reisen hielt an. Die Zahl der Tagesausflüge ging gegenüber 2009 um rund einen Zehntel zurück.

Dies geht aus der Publikation «Reisen der Schweizer Wohnbevölkerung 2010» hervor, die das Bundesamt für Statistik (BFS) heute veröffentlichte. Demnach hatten 6,6 Millionen Reisen der Schweizer ein inländisches Reiseziel und 10 Millionen Reisen führten ins Ausland.

2009 hatte die Schweizer Bevölkerung noch insgesamt 17 Millionen, ein Jahr davor 20 Millionen Reisen mit Übernachtungen ins In- und Ausland unternommen. Die schwierige Wirtschaftslage hat die Reisefreudigkeit gedämpft.

Pro Person wurden 2010 im Mittel 2,6 Reisen mit Übernachtungen durchgeführt, eine davon mit inländischem Reiseziel. Männer und Frauen reisen etwa gleich viel.

Die reisefreudigste Altersgruppe sind die 25- bis 44-Jährigen mit drei Reisen pro Jahr, die über 65-Jährigen packen im Schnitt noch 1,7 mal pro Jahr die Reisekoffer. Deutschschweizer verreisen häufiger als Romands und Tessiner.

Trend zu längeren Reisen

2010 wurden weniger kürzere Reisen mit bis zu 7 Übernachtungen unternommen, dafür mehr mit 8 bis 14 Übernachtungen. Die kürzeren Reisen fanden meist in der Schweiz statt, die längeren führten ins Ausland.

Im längerfristigen Trend (seit 1998) gehen die kürzeren Reisen in der Schweiz zurück, längere Reisen bleiben konstant. Bei Auslandreisen schwankt die Zahl der kürzeren Reisen pro Jahr stark, bei längeren Auslandreisen zeigt der Trend nach oben.

Zwei Drittel der Reisen dienten Ferien und Erholung, ein Fünftel waren Besuche bei Verwandten und Bekannten, der Rest waren Geschäftsreisen. An den Reisemotiven hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr kaum etwas verändert. Während im Sommerhalbjahr etwas mehr gereist wurde als im Vorjahr, gingen die Reisen in den Wintermonaten zurück.

Der öffentliche Verkehr verliert

Die Hälfte der Inland- wie auch der Auslandsreisen wurde mit dem Privatfahrzeug unternommen, ein Viertel mit dem Flugzeug (ausschliesslich Auslandreisen), ein Fünftel mit dem öffentlichen Landverkehr (Bahn, Bus). Der Rest entfiel auf andere Verkehrsmittel. 2009 war der öffentliche Landverkehr noch gleich oft genutzt worden wie der Luftverkehr.

An der Spitze der Ausland-Reisedestinationen stehen nach wie vor Deutschland und Italien mit je rund 2 Millionen Reisen. Gegenüber 2009 gingen die Reisen nach Deutschland etwas zurück, jene nach Italien nahmen dagegen um 19 Prozent zu. Die Reisen nach Frankreich nahmen um 28 Prozent ab. Bei den übrigen Ausland-Reisezielen waren keine grösseren Veränderungen feststellbar.

Etwas geringere Ausgaben

Pro Tag und Person gaben die Reisenden 2010 im Schnitt 151 Franken aus, 10 Prozent weniger als im Vorjahr. Vor allem bei Ausgaben für Hotel- und Kurbetriebe wurde gespart, weniger bei der Parahotellerie.

Neben den Reisen mit Übernachtungen unternahm die Bevölkerung 2010 knapp 68 Millionen Tagesreisen - fast ausschliesslich in der Schweiz. Das sind 10 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Schnitt unternahm jede Person letztes Jahr 10,7 Reisen.

Vor allem Tagesausflüge mit dem Auto gingen 2010 zurück. Anders als bei längeren Reisen nutzte man bei Tagesausflügen den öffentlichen Verkehr 2010 etwas stärker als im Vorjahr.

Wie im Vorjahr machten die Tagesausflüge zur Erholung die Hälfte aller Tagesreisen aus. Rückläufig gegenüber 2009 waren vor allem Tagesreisen mit diversen Motiven wie Sport, Kultur oder Shopping.

SDA/kle

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