Übung 10 – Modifizierte Lernkartei erproben

In dieser Übung lernen Sie das beste Werkzeug für die Repetition in den optimalen Zeitabständen kennen. Fürs Fremdsprachenlernen oder für die gründliche Vorbereitung auf grosse Prüfungen ist sie ein wahres Wunderding.

Die modifizierte Lernkartei mit Wochentags- und Monatsfächern.

Die modifizierte Lernkartei mit Wochentags- und Monatsfächern.

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Beschaffen Sie sich einen Karteikasten für Zettel im A6- oder A7-Format mit beweglichen Reitern und beschriften Sie diese mit den Wochentagen sowie mit den kommenden Monaten.

Das Repetieren (nach 1 Tag, 1 Woche, 1 Monat, ½ Jahr) geht nun so: Sie lernen heute Montag etwas Neues, schreiben die Zettel und üben, bis Sie alles mühelos wiedergeben können. Dann stecken Sie die Zettel ins Dienstag-Fach. Am Dienstag leeren Sie das Fach und fragen sich mit Hilfe der Zettel ab. Was Sie nicht mehr wissen, wird nochmals eingeprägt und muss den Durchlauf von vorne beginnen. Das heisst, es kommt ins Mittwoch-Fach. Die «guten» Zettel müssen hingegen erst nach einer Woche repetiert werden; sie kommen also zurück ins Dienstags-Fach. Am folgenden Dienstag wird das Fach geleert. Die «guten» Zettel rücken dann ins Monatsfach vor, während die «schlechten» wieder von vorne beginnen und ins Mittwoch-Fach kommen.

Zusätzliche Runden für ältere Semester

Und noch etwas: Bei älteren Semestern könnten zusätzliche Runden angesagt sein; beim Sprachenlernen empfehle ich ihnen zum Beispiel Folgendes: Repetieren nach: 1 Tag, 3 Tagen, 1 Woche, 1 Woche, 1 Monat, 3 Monaten, 3 Monaten. Sie haben nun sechs Wochen Zeit für das Erproben. So können Sie so bis zum Verlosungstermin noch testen, wie gut das Behalten nach einem Monat ist. Welche Erfahrungen haben Sie mit der modifizierten Lernkartei gemacht? Wie ist es Ihnen mit dem Zettelschreiben gegangen? Wie war es, täglich dranzubleiben? Wie beurteilen Sie den Nutzen für Ihr Lernprojekt? Schreiben Sie uns auf via untenstehendes Feld und nutzen Sie bis zum Verlosungstermin vom 17. August die besonderen Gewinnchancen! Falls Sie bereits früher mit der modifizierten Lernkartei gearbeitet haben, freuen wir uns, wenn Sie uns Ihren Beitrag jetzt schon senden. Wie immer werde ich am Montag nach dem Verlosungstermin Ihre Beiträge diskutieren.

Wenn Sie das untenstehende Formular ausfüllen und auf alle Fragen eingehen, nehmen Sie automatisch am Wettbewerb teil (siehe Infobox Verlosung). Auch spätere Einträge sind willkommen.

Ihre Erfahrungen und Erkenntnisse Übung 10

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  • Sabine (25) am 16.08.2010 09:23 Uhr
  • Zur Zeit bereite ich mich auf die Lizenziatsprüfungen vor... Auch ich habe mir Lernkärtli geschrieben, doch zum Teil etwas Mühe gehabt, die Kärtli zu portionieren. Da es nicht um das Lernen von Wörtern geht, sondern um das Lernen von Theorien, Modellen oder komplexen Zusammenhängen, war es nicht einfach den Inhalt der Kärtlis zu begrenzen. Ich habe es so gelöst, dass ich einerseits "Überblicks"-Kärtli und andererseits "Vertiefungs"-Kärtli gemacht habe und diese dann je nach Themenblock unterschiedlich abgelegt habe. Elf unterschiedliche Themen sind vorzubereiten und möchte nicht elf Lernkästli anlegen, wie soll ich meine Kärtli sinnvoll aufbewahren? Hat irgendwer eine Idee? Danke!
  • Beatrice (56) am 13.08.2010 19:20 Uhr
  • Fuer diese Uebung kreierte ich im Zimmer eine Nische mit angenehmer Atmosfaehre. Ein Post-it an die Tuer: „Bitte nicht stoeren“, natuerlich mit einem Smiley! Im Hintergrund rieselt leise klassische Musik, und dann kann es losgehen, bei entspanntem Koerperzustand. === Ich testete Standardsaetze/Austauschsaetze im Bereich Geschaeftskorrespondenz fuer Fremdsprachen. Bei Saetzen die harzen benutzte ich Leuchtstifte um die „Knacknuesse“ besser einpraegen zu koennen. === Ein weiterer Versuch war der Wortschatzaufbau in den Fremdsprachen. Fuer Worte die ich nicht leicht uebernehmen kann: Wie steht es doch oft in Kuechenrezepten geschrieben? ...Man nehme... in diesem Fall, FARBSTIFTE! Bunt, heiter darfs sein. Die Worte oder Saetze praegen sich mit den Farbstiften leichter ein, nur schon, weil der Farbstift nicht leicht ueber die Karte gleitet! Eine kleine Prise Phantasie noch dazu, ob Schnoerkelschrift, oder eher Kantig, warum nicht einmal diagonal ueber die Karte schreiben? Zum aufmuntern, vielleicht ein paar heitere, schoene Aufkleber im Zusammenhang des erlernenden, und das benutzen des Karteikasten, wie in der Uebung beschrieben. Die Uebung ist spannend und erstaunlich zugleich, speziell ob dem schnellen, erzielten Fortschritt den man mit dieser Technik erreicht. Also, positiv! === Fuer Unterwegs testete ich folgendes: Ich faltete kleine Zettel (wie Handorgel) - allerdings bedeutet dies einen etwas groesseren Aufwand! Auf der einen Seite schrieb ich fuenf Saetze in deutscher Sprache. - Pro Falz ein Satz. - Auf der Rueckseite, die Uebersetzung in der Fremdsprache. Die Zettel klammerte ich in meine Agenda. Dieses System nutze ich speziell bei Wartezeiten. Die Zettel werden in der Agenda vorgeschoben oder zurueckversetzt, so wie in der Uebung beschrieben. Es kommt zwar vor dass ein Satz in der Fremdsprache nicht sitzen will. Darum wird der Satz gestrichen und auf einem frischen Zettel aufgenommen. Doch diesmal wird der harzende Teil mit Farbstift geschrieben, und natuerlich kommen vier neue, zusaetzliche Saetze dazu. === Ach ja, ausserdem ist es nicht etwa so: Was Haenschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr..! ;-) Herzlichen Dank fuer diese weitere gelungene Uebung. **B**
  • Karl (67) am 08.08.2010 14:26 Uhr
  • Seit 2 Jahren lerne ich Spanisch und habe vor vier Wochen zum ersten Mal mit der modifizierten Lernkartei gearbeitet und Zettel geschrieben, um den bisher erworbenen Wortschatz systematisch zu repetieren. Mit diesem Kasten bereitet mir diese Repetition definitiv mehr Spass! Es ist bereits zur guten Gewohnheit geworden, immer morgens um 7 Uhr mit einer Tasse Tee. Ich sehe das selbstgeschriebene Wortbild vor mir, stecke das Kärtchen, das ich nicht mehr wusste und mir nochmals eingeprägt habe, in das Fach des nächsten Tages und kann mich so darauf verlassen, dass es nochmals wiederholt wird. Am schönsten aber ist, dass ich jedes Kärtchen, das ich noch wusste, ins entsprechende Wochentagsfach stecken und dabei den Erfolg sehen kann. Nach diesen vier Wochen sind viele der Kärtchen bereits im August- und im September-Fach, was zusätzliche Befriedigung gibt. Zudem kann ich die Repetition mit der Kartei viel persönlicher und flexibler gestalten als mit dem Wörterverzeichnis im Lehrbuch.
  • Susanne (43) am 28.07.2010 13:02 Uhr
  • Ich habe dieses System zur Püfungsvorbereitung einer umfangreichen Weiterbildungsmassnahme genutzt. Es war sehr erfolgreich...
  • Elisabeth (bald 66) am 22.07.2010 12:08 Uhr
  • Ich habe mit der modifizierten Lernkartei geübt und mich überraschen und überzeugen lassen! Das Zettelschreiben ist für mich vielleicht der wichtigste Schritt - damit "sitzt" der Stoff schon ganz anders, als wenn ich ihn nur gehört oder gelesen habe. Täglich dranzubleiben hat mich am meisten Mühe gekostet, ich musste mich manchmal überwinden und habe auch mal "geschwänzt".. Der Nutzen? - Ich wurde reich beschenkt und belohnt und merke, dass mein ohnehin gutes Gedächtnis noch leistungsfähiger ist, als ich dachte! Und plötzlich macht die Methode sogar Spass, es ist wie ein spielerischer Wettkampf gegen meine eigene Bequemlichkeit und Trägheit!
  • Yvan (29) am 20.07.2010 18:19 Uhr
  • Toller Artikel! Das Lernkarteisystem ist nach wie vor die beste Art zu lernen. Heutzutage gibt es etliche Online Möglichkeiten. Mir gefällt das kostenlose Angebot von //www.vocbox.com. Sehr schön gestaltet, werbefrei und praktisch zum lernen. Es scheint auch, dass bald eine iPhone App erhältlich sein wird.
  • Nicole (39) am 20.07.2010 15:02 Uhr
  • Schon seit vielen Jahren lerne ich mit der Lernkartei erfolgreich Sprachen. Kurz bevor ich letzten Oktober eine zweijährige Weiterbildung startete, habe ich zwei Bücher von Verena Steiner gelesen. Nebst vielen wertvollen Tipps hat sie mich motiviert, die Lernkartei auch für andere Fächer auszuprobieren. Dass dieses System nicht nur für Sprachen optimal ist, habe ich anfangs nicht wirklich geglaubt. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, wie ich den Stoff eines Lehrmittels auf die Kärtli bringen soll. Seit neun Monaten arbeite ich in den Fächern Betriebswirtschaft, Recht und Englisch mit den Kärtli. Mit diesem Lernsystem machen mir sogar Fächer Spass, vor denen ich mich gefürchtet habe! Und die guten Noten sind natürlich auch motivierend. Das Machen der Kärtli bedeutet viel Arbeit. Man lernt dabei enorm viel. Kärtli machen bedeutet, dass man sich mit dem Stoff auseinandersetzen muss. Man muss den Stoff verstehen und herausfinden, was wichtig ist! Das sind zwei unabdingbare Voraussetzungen. Sonst kann man keine Kärtli erstellen. So brauche ich für meine Hausaufgaben wesentlich länger als meine Kolleginnnen. Denn ich mache immer gleich die Kärtli dazu. Aber diese Zeit hole ich schnell wieder ein. Ist eine Prüfung angesagt, zücke ich meine Lernkartei. Ich muss nicht mehr ganze Bücher durchlesen und in den zusätzlichen Blättern und Notizen wühlen. So spare ich enorm Zeit. Obwohl ich mich mit 39 Jahren noch nicht zu den älteren Semestern zähle, repetiere ich ziemlich oft. Ungefähr nach folgendem Schema: nach 1-2 Tagen, 1 Woche, 1 Woche, danach etwa 1 x pro Monat. Kommt etwas aufs Fach an und wie viel Zeit ich habe. Die Lernkartei ermöglicht ein spielerisches Lernen. Es macht Spass und ist motivierend! Damit noch etwas Farbe ins Spiel kommt, verwende ich für jedes Fach eine andere Kärtlifarbe. Viel Erfolg beim Ausprobieren!
  • Adrian (29) am 15.07.2010 16:23 Uhr
  • VocBox ist ebenfalls eine interessante Variante, um Vokabular online und kostenlos mit dem Lernkarteikartensystem zu lernen. Was mir besonders gefällt: Die Seite ist im Lernmodus sehr minimalistisch gehalten - man kann sich voll auf das Lernen konzentrieren und wird nicht von Werbung abgelenkt! Momentan ist VocBox noch im Beta Modus, ich finde es aber trotzdem schon hilfreich. //www.vocbox.com
  • Chris (35) am 15.07.2010 15:51 Uhr
  • Dasselbe Prinzip (Zeitalgorithmen für Repetitionen) gibts in den Open Source Programmen mnemosyne und anki (inkl. "3-seitigen" Karten für Sprachen in nicht-lateinischer Schrift.... Dabei werden die Karten automatisch gemäss eigener Bewertung wieder in die Lern-/Warteschlange eingefügt.
  • Nicolas (27) am 15.07.2010 12:17 Uhr
  • Als Student habe ich das System sehr erfolgreich angewendet. Allerdings nicht mit einem Kasten, sondern mit einem Internet-Programm, das ich für diesen Zweck selbst geschrieben habe. Weil meine Mitstudenten mein aufwändig eingetipptes Voci auch lernen wollten, machte ich mein Programm allen zugänglich. Es hat sich seither in ein beliebtes Online-Programm mit über 2000 Benutzern entwickelt: Den Vocitrainer kann jeder gratis benützen unter www.vocitrainer.ch
  • Bernhard (70) am 14.07.2010 17:18 Uhr
  • Als Seklehrer habe ich das System mit Erfolg bei meinen SchülerInnen angewendet, nachdem ich selbst mir einige Spanischvokabeln so beigebracht hatte, da unsere Tochter ein Jahr Costa Rica in einem Austauschjahr kennen lernte und meine Frau und ich sie besuchen und mit den Gasteltern sprechen wollten. Auch ich merke, dass nicht mehr alles gleich gut haftet wie früher, deshalb würde ich gerne die Methode von Frau Steiner auch mit ihrer Kartei anwenden. Mit herzlichen Grüssen Bernhard Bühler, Küsnacht
  • Elsbeth (63) am 10.07.2010 11:21 Uhr
  • Die modifizierte Lernkartei kenne ich bereits aus Verena Steiners Buch und ich will gerne von meinen Erfahrungen und vom Nutzen berichten. Hoffe, dass ich damit andern älteren Lesern helfen kann. Seit meiner Pensionierung lerne ich wieder Italienisch und merkte, dass ich die Wörter und Sätze längst nicht mehr so gut behalten kann wie früher, was ziemlich frustrierend ist, selbst wenn ich weiss, dass es vielen andern ähnlich geht. Item, im April habe ich dann angefangen, den Grundwortschatz mit der Lernkartei nach Steiner zu repetieren, aber die Repetitionsregel (nach 1 Tag – 1 Woche – 1 Monat) war mir zu wenig intensiv und ich habe inzwischen meine eigene Regel herausgefunden, welche sogar etwas intensiver ist als diejenige, die Frau Steiner für ältere Semester vorschlägt: Nach 1 Tag – 2 Tagen – 4 Tagen – 1 Woche – 1 Woche – 1 Monat – 1 Monat – 3 Monaten repetieren. So gelingt es mir in fast allen Fällen, die Wörter und Sätze zu behalten. Ich bin täglich 15 bis 30 Minuten dran und repetiere mit dem Kistchen sogar gerne! Seit ich damit arbeite, habe ich jeden Morgen ein Erfolgserlebnis und finde es befriedigend, etwas Nützliches für mein Hirn getan zu haben. Das Schreiben der Kärtchen habe ich mir vereinfacht, ich brauche auch solche aus einem gekauften 2000er Wortschatz, doch inzwischen schreibe ich mehr und mehr auch wichtige Mustersätze auf Kärtchen. Alles in allem: Ich könnte es nicht mehr machen ohne mein Kistchen!

Erstellt: 05.07.2010, 10:02 Uhr

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Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern von Übung 10 verlosen wir 3 Exemplare «Exploratives Lernen» sowie 3 Exemplare «Energiekompetenz» von Verena Steiner. Von der Verlosung ausgenommen sind Beiträge, die nicht auf die persönlichen Erfahrungen beim Ausprobieren der Übung eingehen oder welche, die mangelhaft sind. Einsendeschluss: Dienstag, 17. August 12 Uhr.

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