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Bildungsexperten fordern die Ganztagesschule

Gemäss einer Studie nützt Nachhilfe wenig, die Betreuung an Schulen müsste umfassender werden.

Anja Burri
Umfassendere Betreuung gefordert: Unterrichtsbeginn in einer Primarschule in Genf.
Umfassendere Betreuung gefordert: Unterrichtsbeginn in einer Primarschule in Genf.
Christian Brun, Keystone

Immer mehr Eltern schicken ihre Kinder in die Nachhilfe. Bereits jeder sechste Schüler nimmt bei Studenten, Pensionierten oder Instituten Stützunterricht. Nun stellt eine vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützte Studie den Nutzen von Nachhilfe infrage. Entgegen der Einschätzung vieler Eltern wirke sich der Nachhilfeunterricht kaum positiv auf Noten aus, schreiben die Autoren der Fachhochschule Nordwestschweiz. Sie haben über 10'000 Schüler in der Deutschschweiz befragt. Für Studienautor und Pädagogikprofessor Hans-Ulrich Grunder ist klar: Die Gesellschaft müsse das hohe Ansehen des Nachhilfeunterrichts überdenken. «Nachhilfe wäre nicht mehr nötig, wenn Kinder und Jugendliche systematisch in Ganztagesschulen unterrichtet würden», sagt er.

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