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Für den Sohn ging sie ins Gefängnis

Amadea Ehi nahm einen ihrer Söhne aus der Schule und liess ihn lernen, was er wollte. Dafür wurde sie bestraft.

Amadea Ehi in ihrem Wohn- und Esszimmer im bernjurassischen Renan: «Ich wurde in Handschellen gelegt.»
Amadea Ehi in ihrem Wohn- und Esszimmer im bernjurassischen Renan: «Ich wurde in Handschellen gelegt.»
Ruben Wyttenbach

Linus joggt an diesem Morgen seine Runde in der Landschaft von Renan. Der Achtzehnjährige trainiert regelmässig rund um das schmucke Dorf im Berner Jura – für sich und ohne Absicht. «Bekannte bescheinigen ihm viel läuferisches Talent, doch er will sich nicht mit anderen messen», sagt seine Mutter Amadea Ehi. Mit anderen verglichen werden – der Achtzehnjährige mag das nicht. «Er hat sich schon als Kind am Vergleich mit anderen gestört. Zum Beispiel in der Schule», sagt sie. Und das, obwohl Linus ein guter Schüler war. Eigentlich.

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