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Der Transalpin kommt zurück

Mit dem Fahrplanwechsel am Wochenende bekommt ein Zug zwischen der Schweiz und Österreich wieder den traditionsreichen Namen. Allerdings nur auf helvetischen Gleisen.

2010: Ein Transalpin-Zug bei einem Zwischenhalt in Innsbruck in Österreich.
2010: Ein Transalpin-Zug bei einem Zwischenhalt in Innsbruck in Österreich.
Wikipedia

Er war stets der Paradezug zwischen der Schweiz und Österreich. 52 Jahre lang verband der Transalpin Basel, Zürich und Wien. Als die Österreichischen Bundesbahnen 2010 auf dieser Strecke den Railjet in Betrieb nahmen, verschwand der Name aus den Fahrplänen. Jetzt kommt er wieder. Ab dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember fährt von Zürich wieder jeden Tag ein Transalpin ab. Nicht nach Wien, aber in einer neuen Tagverbindung über Innsbruck, Zell am See und Leoben nach Graz. Abfahrt in Zürich ist um 8.40 Uhr, neuneinhalb Stunden dauert die Fahrt. Den poetischen Namen trägt der Zug freilich nur die erste Stunde, bis zur Grenze in Buchs SG. In Österreich läuft er dann ganz prosaisch nur mehr unter seiner Zugnummer: EC 163 / EC 164.

Die Wiederbelebung des bekannten Namens ist eine reine Schweizer Initiative. Speziell «für unsere Schweizer Kundschaft» sei der Transalpin wieder eingeführt worden, sagt SBB-Sprecher Christian Ginsig, «denn traditionell trugen alle Eurocity-Züge mit Lokomotive und Waggons in Richtung Österreich einen Namen». Wenn der Transalpin nun statt nach Wien nach Graz fahre, verdiene er den Namen eigentlich noch mehr, denn die neue Route führe wirklich quer durch die Alpen.

Dass die Österreichischen Bundesbahnen mit dem Einsatz des Railjet auf Zugnamen verzichteten, stiess bei den Schweizer Kollegen nicht gerade auf Begeisterung. Ändern konnten sie es nicht. Auch jetzt werden die Österreicher den Namen «Transalpin» nicht wieder verwenden, bestätigt ÖBB-Sprecher Rene Zumtobel. Zugnamen werden von den ÖBB seit ein paar Jahren nur mehr als Werbung verkauft. So fahren heute statt «Mozart» oder «Lehar» die Züge «Powered by Coca-Cola» oder «Alpenzoo Innsbruck» durch Österreich. Die SBB kennen solche Werbenamen nicht.

Einen Tagzug von Zürich nach Graz gab es bis 1995, damals hiess der Zug nach dem Operettenkomponisten Robert Stolz. Danach fuhr nur noch der Nachtzug Zürichsee. Die SBB wollen die neue Verbindung auch «kommunikativ verwerten», sagt ihr Sprecher. Der Name werde im Kursbuch und im elektronischen Fahrplan aufgeführt und auch in den Schweizer Bahnhöfen angesagt. Nur am Zug wird er nicht zu lesen sein. Die Waggons des neuen Transalpin werden von den ÖBB gestellt und die Österreicher beschriften sie lediglich mit der Zugnummer.

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